Wieder im Senat

Kennedy arbeitet nach Gehirnoperation wieder

Ausland
09.07.2008 22:51
Gut einen Monat nach seiner Gehirnoperation hat US-Senator Edward Kennedy seine politische Arbeit wieder aufgenommen. Der 76-Jährige erschien am Mittwoch erstmals wieder  im Senat in Washington. Die Senatoren applaudierten, als Kennedy zu einer Abstimmung schritt.

Die Gesundheitsprobleme des jüngsten Bruders des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy waren Mitte Mai bekanntgeworden. Am 17. Mai war Kennedy wegen eines epileptischen Anfalls ins Krankenhaus von Cape Cod in der Nähe des Familienanwesens in Hyannis Post eingeliefert worden. 

Wenige Tage später wurde ein besonders bösartiger Hirntumor, ein so genanntes Gliom, das zu den besonders heimtückischen Krebsarten gehört, bei ihm diagnostiziert. Kennedy ist der einzige noch lebende Bruder des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy.

Kennedy hatte vor dem Eingriff bereits seine Rückkehr in die Politik angekündigt. "Ich freue mich darauf, in den US-Senat zurückzukehren und alles mir Mögliche zu tun, um zu helfen, dass Barack Obama zu unserem nächsten Präsidenten gewählt wird", hatte er gesagt. Ärzte haben bisher keine öffentliche Aussagen über die Heilungschancen Kennedys gemacht. Das Nationale Krebsinstitut erklärte jedoch, die Aussichten seien schlecht. Je nachdem wie fortgeschritten der Tumor sei, reiche Kennedys Lebenserwartung von einigen Monaten bis fünf Jahre.

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