Waffen statt Frieden
Waffen von Friedenshütern an Rebellen verkauft
Eine Gruppe ugandesischer Soldaten habe für 80.000 US-Dollar (knapp 51.000 Euro) Waffen an Aufständische verkauft. Die Kontakte zu den Rebellen seien mit Hilfe einheimischer Übersetzer geknüpft worden. Dem Bericht zufolge handelte es sich nicht um Waffen der Friedenshüter, sondern um Bestände, die den Rebellen zuvor abgenommen worden waren.
UNO-Berichterstatter Dumisanu Kumalo sagte, der Bericht sei auch der Regierung von Uganda geschickt worden, die aber keine Untersuchung einleiten wolle. Ein ugandesischer Armeesprecher wies die UNO-Vorwürfe als "lächerlich" zurück.
Die rund 2.000 Friedenshüter aus Uganda hatten mit Hilfe Äthiopiens Anfang 2007 die Herrschaft der Union der islamischen Gerichte in Somalia gestoppt. Seitdem führen islamische Aufständische einen Guerilla-Krieg in dem Land, das seit 1991 keine stabile Regierung hatte. Allein aus der Hauptstadt Mogadischu flohen im vergangenen Jahr mehr als 600.000 Menschen vor der Gewalt, die sich immer wieder auch gegen Zivilisten richtet.
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