Ausgehoppelt?
Proteste gegen Abschuss von 400 Kängurus
Ausland
16.05.2008 11:10
Tierschützer in Australien machen Front gegen Pläne der Regierung, nun doch 400 Kängurus am Rande der Hauptstadt Canberra abzuschießen. Das Verteidigungsministerium erklärte am Freitag, nach internationaler Kritik im März auf Eis gelegte Pläne würden in den kommenden Wochen umgesetzt. Die Regierung hatte zunächst angekündigt, die Kängurus sollten in Lastwagen in entfernte Waldgebiete verfrachtet werden.
Ein solcher Transport sei mit Kosten von 8.750 Australischen Dollar (5.300 Euro) pro Tier aber zu teuer, erklärte Ministeriumssprecher Andrew Nikolic. Der Tierschützer Pat O'Brien von der Wildlife Protection Association of Australia erklärte, Dutzende Aktivisten wollten die Tötung der Beuteltiere verhindern.
"Wir sind wirklich angewidert von dem, was hier passiert", sagte O'Brien. Wissenschaftlern zufolge verursacht die enorme Känguru-Population am Rande der Hauptstadt Umweltschäden.
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