Easyjet-Notlandung

Verhaftete nach Terroralarm in Köln wieder frei

Ausland
11.06.2017 16:29
Porträt von krone.at
Von krone.at

Aufatmen nach dem kurzzeitigen Terroralarm in Köln: Während eines Easyjet-Flugs von Laibach nach London war der Pilot des Jets am Samstagabend über ein "verdächtiges Gespräch" an Bord informiert worden. Er entschloss sich kurzerhand zu einer Notlandung in Köln. Dort wurde das Passagierflugzeug auf einem gesicherten Areal über Notrutschen geräumt und durchsucht. Die Polizei sprengte ein verdächtiges Gepäcksstück, drei Verdächtige wurden vorübergehend in Haft genommen. Am Sonntag kamen die Männer wieder frei.

Zwar wurde weder in einem verdächtigen Rucksack noch im gesamten Flugzeug Sprengstoff gefunden, der Terrorverdacht gegen die drei Briten im Alter von 31, 38 und 48 Jahren war laut Polizei aber vorerst nicht ausgeräumt. Die Männer sollen sich dem Vernehmen nach über Sprengstoff oder eine Bombe unterhalten haben, berichteten mehrere deutsche Medien.

Am Sonntagnachmittag gab die Polizei dann Entwarnung: "Wir gehen derzeit davon aus, dass eine reale Gefahrenlage nicht bestanden hat", sagte ein Sprecher. Die tatverdächtigen Männer kamen auf freien Fuß.

Auch die Easyjet-Maschine wurde inzwischen wieder freigegeben. Der Großteil der 151 Passagiere flog noch am Sonntagnachmittag zum ursprünglichen Bestimmungsort London weiter. Der Flugbetrieb sei wegen des Vorfalls über mehrere Stunden massiv beeinträchtigt gewesen, seit Sonntagvormittag laufe wieder alles normal, wie die Verantwortlichen am Flughafen mitteilten.

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