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24.08.2017 - 12:05
Gerettete Migranten auf dem Schiff "Tuna 1" im Hafen von Palermo
Foto: AFP

Italien schickt weniger Flüchtlinge als möglich

27.07.2017, 06:19

Italien stöhnt unter der Last Zehntausender Flüchtlinge und appelliert laufend an die EU- Mitgliedsstaaten, sich solidarisch zu zeigen und Flüchtlinge aufzunehmen. Laut einem Medienbericht schöpft die Regierung in Rom aber gar nicht jenes Kontingent voll aus, das ihr zum Beispiel Deutschland angeboten hat. Derzeit würden 1499 von Berlin zur Verfügung gestellte Plätze von Italien nicht in Anspruch genommen.

Aus Regierungskreisen in Berlin hieß es gegenüber der "Welt", Deutschland habe Italien im Zuge des Umverteilungsprogramms für Flüchtlinge bisher insgesamt 5520 Plätze angeboten. Aus Italien hätten Deutschland bisher aber erst 4021 solche Ersuche erreicht.

Berlin hatte Rom zuletzt angeboten, in den kommenden Monaten statt der bisherigen zwei Chartermaschinen für bis zu 500 Personen gegebenenfalls auch drei für bis zu 750 Antragsteller bereitzustellen. Insgesamt wollen die EU- Staaten Griechenland und Italien 160.000 Flüchtlinge abnehmen. Bisher wurden allerdings erst rund 25.000 umgesiedelt.

Gerettete Flüchtlinge auf einem Hilfsschiff im Mittelmeer
Foto: AFP

Schulz zu Besuch in Italien

Der deutsche SPD- Kanzlerkandidat Martin Schulz besucht am Donnerstag Italien und will sich dort ein Bild über die Flüchtlingskrise machen. Vor dem Besuch hatte er mehr Hilfe für Italien gefordert und vor einer dramatischen Lage angesichts der Vielzahl im Mittelmeer geretteter Migranten gewarnt, die derzeit an italienischen Häfen ankommt. In diesem Jahr waren es bereits mehr als 93.300. Italiens Regierung appelliert immer wieder an die EU- Partner, das Land in der Migrationskrise stärker zu entlasten.

Redaktion
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