Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
03.12.2016 - 02:15
Ayub Kara bezeichnete die Beben in Italien als "Strafe Gottes".
Foto: APA/AFP/ALBERTO PIZZOLI, APA/AFP/LIOR MIZRAHI

Israel- Minister: Beben in Italien "Strafe Gottes"

30.10.2016, 15:24

Der israelische Vize- Minister für regionale Zusammenarbeit, Ayub Kara, hat für diplomatische Verstimmungen zwischen Israel und Italien gesorgt. Der Likud- Politiker erklärte, die jüngsten Erdbeben in Italien seien eine "Strafe Gottes" für eine gegen Israel gerichtete Resolution der UNESCO, der Italien zugestimmt hatte. Die israelische Regierung hat sich für Karas Aussagen entschuldigt. "Wir weisen die Äußerungen von Vize- Minister Ayub Kara zurück", teilte ein Sprecher des Außenministeriums am Samstag mit.

Karas Äußerung bezog sich auf eine Resolution zu Ost- Jerusalem, die das Welterbekomitee der UNESCO vor knapp zwei Wochen verabschiedet hatte. Der umstrittene Text geht auf eine Initiative von sieben arabischen Staaten zurück. Die Resolution zielt darauf ab, "das palästinensische Kulturerbe und den unverkennbaren Charakter von Ost- Jerusalem zu bewahren". Dazu gehört auch die Altstadt von Jerusalem, in der sich mit der Al- Aksa- Moschee und dem Felsendom zwei der heiligsten Stätten des Islam befinden.

Empörung in Israel wegen Bezeichnung des Tempelbergs

Aus Sicht der israelischen Regierung ignoriert die Resolution die uralten jüdischen Verbindungen zu Jerusalem. Besonders empört ist die Regierung darüber, dass der Tempelberg in der Resolution nie mit seinem jüdischen Namen bezeichnet wird und die Klagemauer nur mit Anführungszeichen aufgeführt wird. Italiens Regierungschef Matteo Renzi erklärte später, die Resolution sei "inakzeptabel" und die italienischen Vertreter hätten statt ihrer Enthaltung besser dagegen stimmen sollen.

Die Klagemauer in Jerusalem
Foto: APA/AFP/MENAHEM KAHANA

Kara hatte am Mittwoch bei einem Besuch im Vatikan gesagt, er sei sicher, dass die beiden Erdbeben an diesem Tag in Mittelitalien sich "wegen der Entscheidung der UNESCO" ereignet hätten. Die Erdstöße hatten schwere Schäden angerichtet, mehrere Menschen wurden verletzt.

Zerstörte Häuser rund um die Kirche von Castelsantangelo sul Nera
Foto: ASSOCIATED PRESS

Auch Kara hat sich bereits entschuldigt

Der israelische Außenamtssprecher hob hervor, Kara habe eine Entschuldigung veröffentlicht, der auch das Außenministerium beipflichte. Am Sonntag wurde Italiens Staatschef Sergio Mattarella zu einem mehrtägigen Besuch in Israel und in den Palästinensergebieten erwartet. Auf seinem Programm stand unter anderem ein Besuch in der Holocaust- Gedenkstätte Yad Vashem.

30.10.2016, 15:24
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum