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20.09.2017 - 23:51
George Michael
Foto: AP

George Michael lag 2011 in Wien wochenlang im Koma

26.12.2016, 07:59

George Michael hatte vor fünf Jahren in Wien für Aufregung gesorgt und bei seinen Fans weltweit große Sorgen verursacht: Im November 2011 musste der Superstar ein Konzert in der Wiener Stadthalle aus Krankheitsgründen absagen. Eine Lungenentzündung brachte ihn dem Tode nahe. Nun ist er am Stefanitag in seinem Haus im britischen Oxfordshire gestorben - mit gerade einmal 53 Jahren.  

Im Wiener AKH lag er damals nach eigenen Angaben drei Wochen lang im Koma, erst zu Weihnachten 2011 konnte er wieder nach Hause nach London zurückkehren.

George Michael holte Wien- Konzert 2012 nach

Im September 2012 kam der Brite zurück nach Österreich zu einem triumphalen Konzert in der Wiener Stadthalle und bedankte sich bei den behandelnden Ärzten und den Pflegern des AKH.

George Michael nach seiner Genesung mit dem AKH-Team, dem er damals sein Leben verdankte.
Foto: AKH/Karin Fehringer

1000 Karten hatte er dem Krankenhaus gespendet, wovon 300 direkt an das Personal gingen und der Rest über Kartenbüros verkauft wurde. Mit den Einnahmen sollte ein Forschungsstipendium zum Thema Lungenversagen finanziert werden.

Foto: EPA

Fünfwöchige Gedächtnislüche nach Lungenetzündung

Bei einem Interview mit dem Londoner Lokalradio LBC erläuterte der Sänger damals, dass in Wien sein Gesundheitszustand gegenüber der Öffentlichkeit besser dargestellt worden war, um einen Medienrummel zu vermeiden. Nach seiner schweren Lungenentzündung habe er unter anderem das Gehen erst wieder lernen müssen. Insgesamt sei ihm eine etwa fünfwöchige Gedächtnislücke geblieben. Nach dem Erwachen aus dem Koma habe er zudem einen anderen Dialekt gesprochen. "Ich schwöre, es ist wahr. Ich sprach mit dem typischen Akzent aus Westengland", sagte der Sänger. Nach zwei Tagen sei der Spuk glücklicherweise vorbei gewesen.

Foto: AP

"Habe die Gefahr nicht mitgekriegt"

"Ich selbst habe die Gefahr, in der ich mich befand, nicht mitgekriegt. Das habe ich erst realisiert, als alles schon vorbei war." So blickte der Pop- Entertainer im Interview mit dem "Kurier" auf seinen Wiener Spitalsaufenthalt zurück. Wegen einer schweren Lungenentzündung lag er im AKH wochenlang im künstlichen Tiefschlaf. Am besten erinnere er sich, "dass ich mich so schrecklich, schrecklich schuldig gefühlt habe und Mitleid mit meiner Familie, meinen Freunden und meinem neuen Partner Fadi hatte, dass sie mit ansehen mussten, was ich da durchmache. Zwei oder drei Wochen lang wussten sie nicht, ob ich das überlebe."

Seine Krankheitserfahrungen hat er im Song "White Light" verarbeitet. "Es ist ein sehr direkter Text über die Freude, am Leben zu sein", sagte der Sänger.

Redaktion
krone.at
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