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28.03.2017 - 18:21
In Massen trugen die Bewohner von Veracruz Konsumartikel aus den Geschäften.
Foto: APA/AFP/ILSE HUESCA / Video: Ruptly.TV

Benzin um 20% teurer: Mexikaner plündern Geschäfte

05.01.2017, 17:58

Ausnahmezustand herrschte am Mittwoch in zahlreichen Orten in Mexiko: Als Reaktion auf eine 20- prozentige Benzinpreiserhöhung gingen Tausende Menschen auf die Straße. Im Rahmen der Proteste brachen Demonstranten in Geschäfte ein und plünderten die Regale. Sogar Waschmaschinen wurden davongetragen (siehe Video). Ein Polizist starb bei dem Versuch, einen Überfall auf eine Tankstelle zu verhindern.

Im ganzen Land wurden insgesamt 250 Geschäfte ausgeräumt und verwüstet. Die Bilder stammen aus Veracruz, dem wichtigsten Atlantikhafen Mexikos am Golf von Mexiko.

Dutzende Geschäfte in Veracruz wurden ausgeräumt.
Foto: ASSOCIATED PRESS
In Massen trugen die Bewohner von Veracruz Konsumartikel aus den Geschäften.
Foto: APA/AFP/ILSE HUESCA
Im Rahmen der Proteste brachen Demonstranten in unzählige Geschäfte ein und plünderten die Regale.
Foto: APA/AFP/ILSE HUESCA

Zuhauf trugen die Menschen Spielzeuge, Gewand, DVD- Player und Essen davon. Aber auch Waschmaschinen, Fernseher oder Kühlschränke wurden mitgenommen.

Polizist überfahren, als er Überfall verhindern wollte

430 Personen wurden vorübergehend festgenommen. Ein Polizist starb bei dem Versuch, einen Überfall auf eine Tankstelle zu verhindern. Er wurde von einem Fahrzeug überfahren. In Teilen Mexikos wurden Straßensperren errichtet.

Manche der Demonstranten schleppten davon, was sie tragen konnten.
Foto: APA/AFP/ILSE HUESCA
Im Rahmen der Proteste brachen Demonstranten in unzählige Geschäfte ein und plünderten die Regale.
Foto: APA/AFP/ILSE HUESCA
Hunderte Plünderer wurden vorübergehend festgenommen.
Foto: APA/AFP/ILSE HUESCA

Mexiko hatte die Benzinpreise zum Jahreswechsel gleich um 20 Prozent erhöht. Nun kostet ein Liter Premiumbenzin laut "Tagesschau" 17,79 Pesos (rund 90 Cent). Der Vergleich zeigt die Dramatik: Der jüngst erhöhte Mindestlohn pro Tag beträgt 80 Pesos. Für viele war Benzin schon vor der Preiserhöhung ein unerschwingliches Luxusgut.

Mexikos Präsident Enrique Pena Nieto verteidigte die Preiserhöhung: Zwar könne er die Wut der Bevölkerung nachvollziehen, allerdings wären "die Konsequenzen weitaus schmerzvoller geworden, wenn diese Entscheidung nicht getroffen worden wäre". Auf lange Sicht würden die Benzinpreise wieder fallen.

Redaktion
krone.at
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