"Der stille Riese" nennt das Obdachlosenblatt seine Serie, die von Lutz Holzinger und Clemens Staudinger verfasst wurde. In ihr prangern die Autoren an, dass sich die als Bauern-Selbsthilfeorganisation gegründete Gruppe in Bereiche ausdehnt hat, die mit ihrer eigentlichen Aufgabe nichts zu tun haben. Und das schon seit Jahrzehnten. Denn die Raiffeisengruppe kontrolliert nicht nur fast die komplette Milchproduktion des Landes und hat dank ihrer Banken jede Menge Kapital im Rücken - sie mischt auch in der Versicherungs-, der Lebensmittel- und der Medienbranche mit.
Als Beispiele nennen die "Augustin"-Autoren die Uniqua-Versicherung, Demel und das Looshaus, Inzersdorfer, Kelly's sowie DO & CO. Gerade im Bereich der Medien ist der Einfluss der Gruppe enorm hoch. Mehr oder weniger direkt ist Raiffeisen demnach an Kurier, profil, News, trend, SAT1 Österreich und an der APA beteiligt. Da - nach Auffassung der Autoren - bisweilen bis in die Chefredaktionen hineinregiert werde, würden selten bis nie kritische Artikel über die Raiffeisengruppe und ihren riesigen Einflussbereich erscheinen.
Andere Medientitel stünden aufgrund von Krediten in der Schuld der mächtigen Banker und würden es allein deswegen nicht wagen, gegen die Gruppe zu schreiben. Es musste also erst der kleine "Augustin" kommen, um diese Zustände aufzuzeigen.
Einen Link zu der "Augustin"-Serie findest du in der Infobox.
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