Zurzeit sind die Soldaten des Jagdkommandos vor allem damit beschäftigt, den Aufmarsch der EUFOR-Truppen im Tschad vorzubereiten. Anschließend soll das österreichische Kontingent so schnell wie möglich in das geplante Einsatzgebiet verlegt werden (siehe "Tagebuch aus dem Tschad" in der Infobox).
Warten auf den Aufmarsch
Solange aber der Aufmarsch der EUFOR-Truppe nicht abgeschlossen ist, wird sich für die Darfur-Flüchtlinge im Osten des Tschad vorerst nichts ändern. Das bestätigte der Leiter des Führungsstabes im Verteidigungsministerium, Generalmajor Christian Segur-Cabanac, am Donnerstag: "Bevor nicht das politische und sicherheitspolitische Komitee der EU bestärkt hat, dass die Rahmenbedingungen für EUFOR wieder stimmen, wird sich gar nichts tun."
Paris will Stationierung vorantreiben
Die Stationierung der geplanten Schutztruppe der Europäischen Union im Tschad soll sich nach dem Willen Frankreichs durch die jüngsten Kämpfe um höchstens sechs Wochen verzögern. Die beteiligten EU-Länder hätten die Planung für die EUFOR-Truppe wieder aufgenommen, damit sie "so schnell wie möglich" stationiert werden könne, sagte der französische Verteidigungsminister Herve Morin am Mittwochabend bei einem Kurzbesuch im Tschad. Zunächst müsse sich dazu die Lage im zentralafrikanischen Land beruhigen. "Wir hoffen, dass sie in einigen Tagen oder Wochen stabil sein wird."
Rebellentruppen formieren sich neu
Nach ihrem Rückzug aus der Hauptstadt N'Djamena haben sich die Rebellen nach neuesten Meldungen im Osten des Tschads neu formiert. Zwei Gruppen der Rebellen vereinigten sich am Donnerstag in der Region um die Stadt Mongo, rund 400 Kilometer östlich von N'Djamena, und bildeten einen Konvoi aus rund 200 Fahrzeugen. Ob die Rebellen erneut in Richtung Hauptstadt vordringen wollten, sei unklar.