Geduld bald zu Ende

Obama droht im Atom-Streit Iran und Nordkorea

Ausland
19.11.2009 10:06
Die Geduld der internationalen Gemeinschaft in den Atomkonflikten mit dem Iran und Nordkorea geht nach den Worten von US-Präsident Barack Obama zu Ende. Bisher sei zur Enttäuschung der US-Führung eine positive Reaktion aus Teheran auf das "faire Angebot" der internationalen Gemeinschaft ausgeblieben, sagte Obama am Donnerstag in Seoul, der letzten Station seiner Asien-Reise.

Weder der Iran noch Nordkorea dürften darauf bauen, dass die Welt weiter tatenlos endlose und ergebnislose Verhandlungen und Gespräche hinnehme, ohne dass konkrete Ergebnisse erzielt würden, sagte Obama. Die Angebote an diese Länder könnten nur eine zeitlich begrenzte Gültigkeit haben, dann müssten neue Maßnahmen erwogen werden, um den Druck auf die Staaten zu erhöhen, ihre gefährlichen Atomprogramme aufzugeben. Auch der Iran werde eine "klare Botschaft" erhalten müssen.

Iran droht IAEO vor neuer Inspektion
Kurz davor hatte Teheran selbst den Ton verschärft: Vor einer Inspektion der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in der neuen Urananreicherungsanlage in Fordo droht der Iran mit dem Stopp seiner Kooperation. Falls die IAEO zu sehr auf Informationen dränge, werde Teheran seine Kooperation aussetzen, hieß es am Mittwochabend.

USA schicken Diplomaten nach Nordkorea
Um die Verhandlungen mit Nordkorea über sein umstrittenes Nuklearprogramm voranzubringen, wird die US-Regierung nach den Worten von Obama am 8. Dezember einen Spitzendiplomaten nach Nordkorea zu direkten Gesprächen schicken. Sie sollen den Weg zu einer Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche ebnen. Nordkorea drängt seit langem zu bilateralen Verhandlungen mit den USA. Washington hat als Bedingung dafür genannt, dass die Gespräche zur Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Verhandlungen zur atomaren Abrüstung Pjöngjangs führen müssten.

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