Am Montagabend gegen 19 Uhr war der Streife der 70.000 Euro teure Wagen auf der B67 im Bezirk Graz-Umgebung aufgefallen. Beamte der Polizeiinspektion Gratwein stoppten das Fahrzeug mit den fünf Tschetschenen (zwischen 18 und 19 Jahren alt) und nahmen sie fest.
Hauptverdächtiger entkam trotz Warnschüssen
Im Zuge der Ermittlungen stießen Beamte des Landeskriminalamtes Steiermark dann auf den mutmaßlichen Haupttäter, der in der Wohnung eines der Festgenommenen ausgeforscht und verhaftet wurde. Der 26-Jährige gab an, dass er sich bereits vor Wochen eine Gaspistole besorgt habe, um einen Überfall zu begehen. Am Sonntagabend habe er sich dann "spontan" zum Raub des Fahrzeuges entschlossen. Der Verdächtige war trotz Alarmfahndung entkommen und hatte selbst nach einem Warnschuss eines Polizisten nicht angehalten.
Mann wollte mit Geld notleidenden Muslimen helfen
Während er das geraubte Auto einem der Komplizen für eine Fahrt nach Graz borgte, suchte er in Wien nach einem Hehler für das Fahrzeug. Mit Verkauf und Erlös des Wagens wollte der Mann "in Not geratene Muslime unterstützen", so Oberstleutnant Erwin Strametz. Der Mann, der bis vor kurzem keinen festen Wohnsitz hatte, sei vor einiger Zeit zum Islam konvertiert und habe dann bei den Tschetschenen gewohnt.
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