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Sparen beim Staat - so funktioniert's!

21.06.2010, 17:49
Sparen beim Staat - so funktioniert"s! (Bild: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images)
Foto: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images
In Zeiten wie diesen, in denen sich die Entwicklung von Börsenindizes und die Meldungen aus der Wirtschaft zusehends auf das persönliche Befinden auswirken, fragt man sich als Sparer, wem man sein hart verdientes Geld denn noch anvertrauen kann. Denn obwohl die österreichischen Großbanken gut aufgestellt sind, bleibt der Rest eines mulmigen Gefühls. Doch welche Alternativen gibt es? Ein sehr sicherer Hafen für dein Geld ist beispielsweise die Republik Österreich. Hier erfährst du, wie du dein Geld direkt beim Staat veranlagen kannst.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, wie du dein Erspartes beim Staat arbeiten lassen kannst. Die erste Option sind sogenannte Bundesschätze. Das sind Wertpapiere, die von der Republik Österreich ausgegeben werden. Somit stellst du dein Geld dem Staat für eine definierte Laufzeit zur Verfügung und bekommst die Garantie, am Ende dieser Laufzeit dein Kapital zurückzuerhalten sowie während der Laufzeit Zinsen zu kassieren. Die Laufzeiten variieren derzeit zwischen einem Monat und zehn Jahren. Danach kannst du entscheiden, ob du das Geld ausbezahlt haben oder wieder veranlagen willst.

Die Veranlagung funktioniert dabei ganz einfach über das Internet (Link siehe Infobox). Das Service wird von der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur betrieben. Du kannst Bundesschätze erwerben, wenn du eine volljährige Privatperson bist und deinen gewöhnlichen Wohnsitz in Österreich hast, daher mehr als sechs Monate des Jahres in Österreich bist.

Deine Vorteile

Sparen beim Staat kannst du schon mit sehr kleinen Beträgen: Die Mindesteinzahlung beträgt 100 Euro. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Kontoführung und die Transaktionen für dich spesenfrei durchgeführt werden. Die angebotenen Zinssätze werden täglich an das aktuelle Marktniveau angepasst und auf der Homepage von Bundesschatz.at veröffentlicht. Der Zinssatz, zu dem du dann letzten Endes veranlagst, wird für die abgeschlossene Laufzeit garantiert.

Solltest du dein Geld vorzeitig benötigen, ist auch das möglich. Allerdings werden dir in diesem Fall sogenannte Liquiditätskosten abgezogen, die für den Einzelfall berechnet werden. Der größte Bonus ist allerdings die Sicherheit der Veranlagung. Die Republik Österreich wurde von internationalen Rating- Agenturen wiederholt mit einem AAA- Rating ausgezeichnet, was die beste Bewertung darstellt. Das bedeutet, dass eine Auszahlung zu Laufzeitende quasi garantiert werden kann. Denn der Staat Österreich haftet für die Einlagen mit seinen Steuereinnahmen. Und das bedeutet auch, dass es keine maximal besicherte Einlagenhöhe gibt, da der Staat zu 100 Prozent haftet.

Bundesanleihe vs. Bundesschatz

Auch bei der Bundesanleihe veranlagst du in ein Wertpapier, das der Staat herausgibt, um damit Mittel zu generieren, mit denen er arbeiten, daher seine Staatsausgaben finanzieren kann. Dabei sind Zinssätze zwischen drei und vier Prozent je nach Marktsituation üblich, die dann wieder für die gesamte Laufzeit garantiert sind.

Folgende Unterschiede kennzeichnen die beiden Anlageformen: Bundesanleihen werden mit anderen Laufzeiten herausgegeben – die Laufzeit beträgt meist zwischen fünf und zehn Jahren. Bundesschätze sind auch für kürzere Laufzeiten erhältlich. Der Ankauf einer Bundesanleihe erfolgt über Banken oder Broker, während Bundesschätze nur übers Internet erhältlich sind. Spesen fallen dabei am Tag der Herausgabe nicht, danach im bankenüblichen Rahmen an zuzüglich einer Depotgebühr – Bundesschätze sind generell spesenfrei.

Die Bundesanleihe wird an der Börse gehandelt, somit kommt es zu einer Kursbildung. Willst du während der Laufzeit auf dein Kapital zugreifen, kommt es daher darauf an, wie der Kurs der Anleihe dann gerade steht. Es kann unter Umständen zu einem Verlust, aber auch zu einem Kursgewinn kommen. Bundesschätze werden nicht über die Börse gehandelt, das Kapital bleibt immer zur Gänze erhalten. Bei vorzeitigem Zugriff wird jedoch ein Teil der Zinsen abgezogen.

Und auch bei den Zinsen gibt es Unterschiede: Bundesanleihen schütten ihre Zinsen jährlich aus, bei Bundesschätzen erfolgt die Zinsauszahlung am Laufzeitende. Gemeinsam haben die beiden Veranlagungsformen jedoch die Sicherheit, dass der Staat Österreich als Schuldner im Hintergrund steht und für die Anlagen mit seinem gesamten Vermögen haftet.

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