"Wir bezahlen für 170 Quadratmeter 2.000 Euro Miete, zusätzlich fallen sehr hohe Stromkosten an", sagt Betreiber Alexander Schiel. Hinzu kommt: Die Firmen würden zwar genügend Waren zur Verfügung stellen, es gibt aber zu wenig Lager- und Kühlfläche. Wie bereits wiederholt berichtet, können Menschen mit einem Einkommen von weniger als 900 Euro im Monat dort einkaufen. Die Waren sind teils um ein Drittel des regulären Preises zu haben, die Abgabemenge pro Person und Woche ist aber limitiert.
VP-Hernals: Fehlende Hilfe "eine Zumutung"
Gewinn macht Schiel, der auch den Sozialmarkt in Favoriten betreibt, keinen. Sämtliche Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig. Von der Stadt Wien erhält er keinen Cent. "Ich halte das für eine Zumutung", wettert Manfred Juraczka von der Hernalser ÖVP. "Es kann nicht sein, dass Zigtausende Euro in die Förderung fragwürdiger Projekte fließen, aber für Mindestrentner, Alleinerzieherinnen und andere sozial Bedürftige kein Geld da ist."
Benefizkabarett mit Joesi Prokopetz
Damit die Rollbalken nicht sofort herunterrattern müssen, hat Juraczka den Künstler Joesi Prokopetz für ein Benefizkabarett gewinnen können. Der beliebte Darsteller gibt am 2. Juni um 20 Uhr im Metropol eine Sondervorstellung, die Karten kosten 25 Euro. Reservierungen sind unter den Telefonnummern 01/407 77 407 oder 01/486 33 92 möglich. Der Veranstaltungserlös geht in voller Höhe an den Hernalser Sozialmarkt.
von Alex Schönherr, Kronen Zeitung
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