Im Ausland soll er schon unter neuer Identität leben. "Rakhat ist derzeit in keinem Land der Erde sicher. Schließlich reicht der Arm seines rachsüchtigen Schwiegervaters und Staatspräsidenten Nursultan Nasarbajev bis in die entlegensten Winkel", so ein Vertrauensmann des früheren kasachischen Botschafters in Österreich, der aus Angst anonym bleiben will.
Auch in Wien dürfte sich Alijev nicht sicher gefühlt haben. Schließlich wollen die Gerüchte nicht abreißen, dass der allmächtige Diktator schon bald nach Wien zu einer Sitzung der OSZE anreisen könnte. Bereits vor Wochen dürfte sich der frühere Geheimdienstmitarbeiter daher in Ausland abgesetzt haben. "An einen unbekannten Ort", wie es offiziell heißt.
Für die heimischen Behörden soll der Osteuropäer aber dennoch ständig erreichbar sein. Ein Justiz- Insider zur "Krone": "Auch wenn er keine Verlängerung seiner befristeten Aufenthaltsbewilligung beantragt hat, kann er ja stets nach Österreich zurückkehren. Schließlich ist aktuell noch ein zweites Auslieferungsverfahren anhängig."
Zuletzt hatte der als "Borat- Botschafter" bekannte Kasache hierzulande im Rahmen des "Spitzel- Untersuchungsausschusses" für großen Wirbel gesorgt.
von Gregor Brandl, Kronen Zeitung