Islam-Verhöhnung

Kopfgeld wegen Mohammed-Karikaturen

Ausland
15.09.2007 18:54
Das Terrornetz Al Kaida im Irak hat ein Kopfgeld auf den schwedischen Karikaturisten Lars Vilks sowie den Chefredakteur der Zeitung "Nerikes Allehanda" ausgesetzt. Das Blatt hatte im August eine Zeichnung von Vilks abgedruckt, die den Kopf Mohammeds auf einem Hundekörper zeigt. Der Zeichner wurde nun von den schwedischen Behörden unter Polizeischutz gestellt.

Im Al-Kaida-Aufruf heißt es, wer Vilks "wie ein Schaf schlachte", könne mit einer Belohnung von bis zu 150.000 Dollar (rund 108.000 Euro) rechnen, versprach Abu Omar al Baghdadi, der Führer der Al Kaida im Irak. Die Abschrift einer entsprechenden Tonaufnahme wurde am Samstag auf einschlägigen Websites im Internet veröffentlicht.

Aufgrund der ernst zu nehmenden Drohung hat die schwedische Polizei  "entsprechende Maßnahmen" ergriffen und den Karikaturisten Lars Vilks unter Polizeischutz gestellt. Das teilte Polizeisprecher Torbjörn Carlson in Örebro mit, ohne auf die Schutzmaßnahmen näher einzugehen.

Der Karikaturist hatte Ende August mit seiner Darstellung Mohammeds als Hund Proteste in der islamischen Welt ausgelöst. Damals war in der Regionalzeitung "Nerikes Allehanda" ein Bild erschienen, das Mohammed als riesiges Hundedenkmal in der Mitte eines Kreisverkehrs zeigt. Das Blatt illustrierte damit einen Leitartikel über Meinungsfreiheit.

Karikaturist hat nun "mehr Angst als früher"
Vilks selbst war am Samstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Zuvor hatte er auf einer Internetseite seiner Zeitung nach Erhalt zahlreicher Drohungen erklärt, er habe "mehr Angst als früher". Die schwedische Regierung lehnte am Samstag eine Stellungnahme zu der neuesten Drohung ab.

 

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