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Feldkircher Bischof soll immer wieder geprügelt haben

27.03.2010, 12:58
Feldkircher Bischof soll immer wieder geprügelt haben (Bild: APA-FOTO : DIETMAR STIPLOVSEK)
Foto: APA-FOTO : DIETMAR STIPLOVSEK
Gegen den Feldkircher Diözesanbischof Elmar Fischer werden neuerlich Gewaltvorwürfe laut. Er soll in den 1960er- Jahren gewohnheitsmäßig Schutzbefohlene geschlagen haben. Der Bischof nahm keine Stellung zu den Vorwürfen. Er verwies die Betroffenen an die Ombudsstelle, damit die Angaben geprüft werden können.

Der in der am Montag erscheinenden Ausgabe von "Profil" abgedruckte neue Vorwurf betrifft die frühen 1960er- Jahre, als Fischer Kaplan der Lustenauer Pfarre Rheindorf war. Fischer habe ihn beim Fußballspielen ins Gesicht geschlagen, wenn er das Gefühl gehabt habe, gefoult worden zu sein, so ein Zeuge. Auch anderen Kindern sei es so ergangen.

Angeblich Rippe bei Streit gebrochen

Eine weitere Anschuldigung bezieht sich auf die Zeit von 1970 bis 1982, als der Bischof Rektor des Bregenzer Studieninternats "Marianum" war. Ein damaliger Zögling Fischers warf diesem vor, ihm eine Rippe gebrochen zu haben. Zu dem Vorfall sei es während eines Disputs über Scheidungsfragen gekommen, als der damals 16- jährige Schüler eine andere Position einnahm. Der erboste Fischer habe ihm einen Faustschlag gegen die Brust versetzt, weshalb der Jugendliche tags darauf im Spital behandelt werden musste. Eine Röntgenaufnahme habe einen Rippenbruch gezeigt.

Fischer hatte erst Anfang der Woche bei einer Pressekonferenz Vorwürfe zurückgewiesen, wonach er in den 1960er- Jahren Jugendliche auf einem Sommerlager mit Ohrfeigen zu Boden gestreckt haben soll. Er sprach sich gegen Gewalt aus, fügte aber hinzu, dass - im Einzelfall - "solche Aktionen für junge Menschen hilfreich sein können". Für diese Aussage wurde der Bischof in der Folge heftig kritisiert.

Maßnahmen sollen nach Ostern vorgestellt werden

Die Diözese Feldkirch kündigte an, nach Ostern konkrete Maßnahmen hinsichtlich Kinderschutz und im Bereich der Ombudsstelle vorzustellen. Derzeit würden die nächsten Schritte beraten, man arbeite laufend mit den Behörden, mit nichtkirchlichen Beratungsinstitutionen und Experten zusammen.

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