Prostatakrebs

Staatspräsident von Slowenien in Innsbruck operiert

Tirol
31.03.2011 13:14
Der slowenische Staatspräsident Danilo Türk (59) hat sich an der Universitätsklinik Innsbruck einer Krebsoperation unterzogen. Dem Spitzenpolitiker wurde "ein bösartiges Geschwür" an der Prostata entfernt, teilte sein Büro mit. Dieses sei bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt worden. Da sich der Krebs in frühem Stadium befunden habe, konnte das Geschwür vollständig entfernt werden, hieß es. Schon nächste Woche werde er seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen.

Türk habe sich auf Anraten seiner Ärzte nach Innsbruck begeben, da die Klinik in der Landeshauptstadt große Erfahrungen mit Prostataoperationen habe. "Der Präsident hat die Operation aus eigener Tasche bezahlt", hieß es in einer Pressemitteilung.

Kritik an Türks Tirol-Aufenthalt
In Internetforen wurde umgehend Kritik an der Entscheidung Türks laut. "Wir wünschen dem Präsidenten eine rasche Genesung, aber es bleibt ein bitterer Beigeschmack für diejenigen unter uns, die nicht zur Operation ins Ausland fahren können", lautete einer der Kommentare.

Türk ist übrigens einer von 900 Slowenen, die jährlich an Prostatakrebs erkranken. Bei frühzeitiger Erkennung sind die Genesungschancen aber sehr hoch.

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