"Eine Sauerei!"

Vater empört, weil Kasse nicht für Rettungsfahrt zahlt

Salzburg
14.01.2012 10:32
Es passierte im Wohnzimmer seiner Eltern aus Krimml in Salzburg: Der kleine Felix (Bild) stürzte so unglücklich, dass er mit dem Roten Kreuz ins Spital musste. Seine Mama Petra lotste das Auto zur Kinderabteilung in St. Johann in Tirol. Nun soll die Familie die Fahrt zahlen.

Felix und seine kleine Schwester Leni sind der ganze Stolz ihrer Eltern. Um sie dreht sich alles im Haus des Krimmler Ortschefs Erich Czerny und seiner Frau Petra. Alle waren besorgt, als der Zweijährige nach einem Sturz daheim über Schmerzen klagte. Er wurde getröstet, versorgt und zu Bett gebracht.

Doch in der Nacht wachte Felix weinend auf: "Er hat sich nicht mehr rühren können", erinnert sich sein Papa zurück an den 23. November des Vorjahres. Sofort wurde die Rettung gerufen und die Mutti begleitete Felix ins Spital. "Petra hat das Rot-Kreuz-Auto nach St. Johann in Tirol dirigiert. Dort ist die nächstgelegene Kinderabteilung", erklärt Erich Czerny.

Rechnung über 197,80 Euro für Rettungsfahrt
Er holte seine Familie am nächsten Tag wieder ab. Da war Felix schon verarztet. Der Kleine hatte sich das Schlüsselbein gebrochen – die Sorgen seiner Eltern waren also völlig berechtigt. Doch inzwischen flatterte den Czernys eine Rechnung ins Haus. Sie sollen für den Transport ins Spital 197,80 Euro zahlen.

"Die Krankenkasse zahlt nur die Tour bis Mittersill, für Fahrten über die Landesgrenze kommt sie nicht auf", weiß der Bürgermeister und zweifache Vater – er ist empört: "Es geht mir ums Prinzip. Weil Familien in abgelegenen Gemeinden benachteiligt sind. Bei uns sperrt man Spitals-Abteilungen zu. Und für die Fahrt in die nächstgelegene Kinderstation sollen wir extra zahlen. Das ist eine Sauerei!"

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