Weil es ihm eigenartig vorkam, alarmierte am Samstagvormittag ein Mitarbeiter eines Seniorenheims in Breitbrunn am Ammersee die Polizei. Ein Fahrzeug mit Wiener Kennzeichen fahre bereits seit drei Stunden in der kleinen Ortschaft im Kreis. Und als die mittlerweile eingetroffenen Beamten dann den Wagen samt Lenker anhielten, trauten sie ihren Ohren kaum.
"Er glaubte fest daran, gerade in Wien umherzukurven"
"Er erzählte uns, dass er seine Wohnadresse suchen würde. Und dass diese nicht weit weg sein könne. Er glaubte fest daran, gerade in Wien umherzukurven", so einer der Polizisten. Dass er jedoch mehr als 500 Kilometer von seiner Heimatstadt entfernt war, wollte er nicht glauben.
Eine Personenüberprüfung brachte den verdutzten Beamten schließlich Klarheit: Der 81-Jährige aus Liesing wurde von der österreichischen Exekutive bereits gesucht - seine Tochter hatte ihn als vermisst gemeldet. Aus irgendeinem Grund hatte sich der etwas verwirrte Mann am Freitag in sein Auto gesetzt und schließlich total verirrt.
von Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.