Strache referierte, von Jugendlichen in FPÖ-T-Shirts flankiert, größtenteils über die Verfehlungen der großen Koalition in der Gesundheits-, Sozial- und Sicherheitspolitik. Gleich zu Beginn wurden Pfiffe von Gegendemonstranten laut, die ein Plakat aufrollten, auf dem zu lesen stand: "Wer früher für ADI war, wählt Strache auch in diesem Jahr." Zu gröberen Zwischenfällen kam es laut Polizei aber nicht. Strache begrüßte "die kommunistischen Freunde" und rief seine Fans auf, ruhigzubleiben.
Attacken auf die "üblichen Verdächtigen"
Nicht gefehlt haben auch Attacken auf die EU, Asylwerber, die das System "missbrauchen" und Zuwanderer, die die staatlichen "Töpfe" leeren würden. Aber: "Das hat gar nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun", so Strache, der auch immer wieder die aus seiner Sicht guten Ausländer lobte. Das Publikum goutierte die gegen Zuwanderer gerichteten Passagen mit tobendem Applaus.
"Problem Arigona" an einem Tag lösbar
Finanzminister Wilhelm Molterer (V) warf Strache vor, das Volk "auszusackeln". SPÖ und ÖVP hätten den Österreichern das Geld weggenommen, um es in Zuwanderung zu investieren. Große Begeisterung löste seine Ansage aus, "das Problem" Arigona Zogaj "an nur einem Tag als Innenminister erledigt" zu haben. Mit dem "Missbrauchssystem" müsse Schluss sei, so Strache. Was die FPÖ auch nicht im Land haben wolle, seien Moscheen. Diese hätten in Europa "nichts verloren und passen nicht in das Landschaftsbild", sagte der FPÖ-Chef und beklagte gleichzeitig die Unterdrückung von Christen in islamischen Ländern. Aber man habe "großen Respekt vor dem Islam".
Streichelweich wegen angeschlagener Stimme?
Strache blieb im Großen und Ganzen bei den von der FPÖ traditionell besetzten Themen, war aber im Ton etwas gemäßigter als gewöhnlich. Das könnte aber auch mit seiner angeschlagenen Stimme zusammenhängen. Am Ende seine Rede versprach er, "alles zu geben, auch wenn es meine Stimme ist". Er sprach auch von "Emotionen und Gefühl" in der Politik.
Zu Beginn der Auftakt-Veranstaltung wurden die Spitzenkandidaten für die Bundesländer samt Fahnen präsentiert, für Wien trat dabei als einzige Frau die Listenzweite Dagmar Belakowitsch-Jenewein auf.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.