Während etwa 5000 Gäste in einem Farbenmeer von Tausenden Blumen - heuer gibt es erstmals lediglich grüne Blätter - durch die Nacht tanzten, war es vor der Oper in den vergangenen Jahren auffällig ruhig gewesen. Bestenfalls eine Kleinstgruppe von Demonstranten stand einer zahlenmäßigen Übermacht an Polizei- und Sicherheitskräften gegenüber. Doch mit der nun schon langen Ruhepause könnte es heuer wieder vorbei sein!
Internet-Debatten über Demonstration
War früher die schwarz-blaue Regierung im Visier der Demonstranten, steht diesmal Rot-Schwarz mit der Nichtabschaffung der Studiengebühren im Mittelpunkt der Kritik. Demonstrationen empörter Studentenbewegungen nutzten heuer auch gewaltbereite Linksradikale, um auf sich aufmerksam zu machen. Und der Ball des Jahres könnte den unverbesserlichen Krawallmachern eine passende Plattform für Randale bieten...
In einschlägigen Internetforen wird jedenfalls schon eifrig die heurige Opernball-Demo ("eine feine Sache") geplant. Neben einem vor der Polizei möglichst geheim zu haltenden Treffpunkt in Innenstadtnähe wird auch eifrig über eine Anmeldung einer Kundgebung diskutiert. Zwei Wochen vor dem Großereignis hat das Wiener Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) derzeit aber noch keine Anmeldungen vorliegen. "Das passiere, wenn überhaupt, erst einige Tage vorher", heißt es.
"Schwarzer Block" heuer wieder aktiv
Auch der gefürchtete "schwarze Block" - gewaltbereite Vermummte - dürfte heuer laut Staatsschützern wieder aktiv werden. Verstärkung könnten die Krawallmacher diesmal auch wieder aus Deutschland bekommen. Der gesamte Opernball-Einsatz wird übrigens erstmals im neuen Kommandoraum der Bundespolizeidirektion Wien mit direkten Bildübertragungen abgewickelt. Innenminister Platter, der bei den Beamten draußen vor Ort sein wird, stellt schon im Vorfeld klar: "Absolute Priorität hat für uns die größtmögliche Sicherheit für die Ballbesucher, mit gleichzeitig so wenig Einschränkungen wie möglich für die Bevölkerung und den Verkehrsfluss." -fotoz.- Foto: Klemens Groh -bildzeile- Drohen solche Gewaltszenen auch bei der heurigen Opernball-Demo? Die Polizei gibt sich gerüstet.
Von Christoph Budin
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