Fall Luca

Noch keine Anklage gegen Hauptverdächtigen

Österreich
31.03.2008 14:49
Im Fall des Anfang November nach Misshandlungen gestorbenen Kleinkinds Luca liegt noch keine Anklage vor. Die Auswertung der medizinischen Gutachten habe sich komplizierter gestaltet und daher mehr Zeit in Anspruch genommen als ursprünglich erwartet, so Friedrich Köhl, Sprecher der Staatsanwaltsanwaltschaft Korneuburg. Die Untersuchungshaft gegen den 24-jährigen Hauptverdächtigen wurde am Montag bis Ende Mai verlängert.

Ursprünglich war erwartet worden, dass bis Ende März feststehe, ob bzw. wer in dem Fall weshalb angeklagt werde. Köhl rechnete mit einer diesbezüglichen Entscheidung "in wenigen Wochen", wie er der am Montag mitteilte. Die Erhebungen seien bereits abgeschlossen.

Der 17 Monate alte Luca war vermutlich nach Misshandlungen am 3. November 2007 in einem Wiener Krankenhaus an den Folgen eines Gehirnödems gestorben. Der Hauptverdacht richtet sich gegen den 24-jährigen Lebensgefährten der Kindesmutter aus dem Bezirk Wien-Umgebung. Er ist in Untersuchungshaft. Auch die 22-jährige Mutter aus dem Tiroler Bezirk Schwaz stehe unter Verdacht. Die Frau befindet sich auf freiem Fuß. In dem Fall waren auch Anzeigen gegen die Jugendwohlfahrten Mödling und Schwaz eingegangen.

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