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30.05.2016 - 10:43
Foto: APA/Georg Hochmuth, dpa, APA/Hans Klaus Techt

Nationalbank holt Goldschatz heim nach Wien

22.05.2015, 16:55
Alles läuft unter größtmöglicher Geheimhaltung: Die Österreichische Nationalbank scheint drauf und dran zu sein, einen Großteil ihres Goldschatzes, der derzeit noch im Ausland liegt, heim nach Österreich zu holen. Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny, derzeit auf Auslandsreise, soll dem Vernehmen nach mit seinen Fachleuten eine neue "Goldstrategie" festgeschrieben haben.

Welche Auswirkungen das haben wird? Nun, derzeit besitzt die Österreichische Nationalbank 280 Tonnen Gold, die rund 8,6 Milliarden Euro wert sind. Davon liegen rund 80 Prozent bei der Bank of England, rund 17 Prozent im Inland und der Rest in der Schweiz.

Künftig sollen aber - offenbar aus Gründen der Risikostreuung - 50 Prozent in Österreich lagern, nur noch 30 Prozent in England und die restlichen 20 Prozent in der Schweiz. Dies entspricht auch dem Wunsch des Rechnungshofs, der kritisiert hatte, dass Österreich zu viel Gold in England lagern würde.

110 Tonnen kommen nach Österreich zurück

Daher werden schon in Kürze mehr als 110 Tonnen Gold in kleinen Tranchen nach Österreich "rücküberführt". Die entsprechenden Vorbereitungen für extrem gesicherte Goldlager im Inland dürften abgeschlossen sein.

Für die Bevölkerung ist das eine gute Nachricht, denn Umfragen zeigen, dass dies dem Wunsch der Mehrheit entspricht. Auch die Deutsche Bundesbank hat - Ende 2013 - beschlossen, die Hälfte ihrer Goldreserven nach Frankfurt bringen zu lassen, der Rest verbleibt in New York und in London.

Seit 2007 verkaufte Nationalbank kein Gold mehr

Übrigens: Österreich besaß in der Spitze schon einmal 320 Tonnen Gold, nach 2003 wurden die Bestände dann auf 280 Tonnen abgebaut (die ÖVP/FPÖ- Regierung unterstützte mit diesen Goldverkäufen das von ihr angestrebte Nulldefizit). Seit 2007 wurde dann nichts mehr verkauft und das entspricht auch der neuen Nationalbank- Strategie, diese "eiserne Reserve" nicht anzutasten.

22.05.2015, 16:55
Georg Wailand, Kronen Zeitung/red
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