Unmittelbare Zeugen des brutalen Angriffs auf den Mann mit österreichischer Staatsbürgerschaft am Samstag um 22.40 Uhr in dem Hausdurchgang in der Linzer Straße 261 - auf der Höhe Gruschaplatz - gibt es offenbar nicht. Das Opfer selbst, das massive Kopfverletzungen erlitt, kann nicht befragt werden. Die Ermittler versuchen weiterhin, durch Befragungen von Bekannten des Pensionisten ein Motiv zu eruieren.
Beziehung zu Ben-Ali-Partei RCD?
Mohamed T. hatte bei mehreren Vereinen in Wien Funktionen inne, diese nach Angaben von Angehörigen aber vor einiger Zeit zurückgelegt. So sei der Mann laut Polizei für einen der RCD, der Partei des gestürzten tunesischen Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali, nahestehenden Verein tätig gewesen. Außerdem arbeitete er beim tunesischen Kulturverein, auf dessen Lokal in der Volksgartenstraße am 11. Jänner ein Brandanschlag verübt worden war. Auch dessen Urheber sind bis jetzt nicht bekannt.
Die Polizei sucht nun Personen, die Mohamed T. vor dem Angriff gesehen haben. Der 69-Jährige hatte um 21.15 Uhr ein Lokal in der Neubaugasse verlassen, um sich auf den Heimweg zu machen, vermutlich mit der Straßenbahn (Linie 49 oder 52). Die Ermittler des Landeskriminalamts interessieren besonders allfällige Wahrnehmungen eines Streits.
Die Polizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 01/31310-33121.
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