Weiter rote Bilanz

AUA verliert im ersten Halbjahr 67 Millionen Euro

Österreich
29.07.2010 12:29
Die seit vorigem Jahr der deutschen Lufthansa gehörenden Austrian Airlines (AUA) haben im ersten Halbjahr 2010 einen operativen Verlust von 67 Millionen Euro eingeflogen. "Wäre die Vulkanasche nicht gewesen, hätten wir im zweiten Quartal 2010 ein positives operatives Ergebnis erreicht", sagte AUA-Vorstand Andreas Bierwirth am Donnerstag. Zum Vergleich: In den ersten sechs Monaten 2009 hatte der Betriebsverlust noch 93,5 Millionen Euro betragen.

Für das Gesamtjahr 2010 strebt die Airline an, die Kosten um rund 250 Millionen Euro zu senken und den Umsatz deutlich zu beleben. Ziel sei weiterhin, einen positiven Cash-Flow ("Free Cash-Flow" vor Sondereffekten) zu erzielen und den operativen Verlust gegenüber dem Vorjahr "deutlich" zu senken, bekräftigte das Unternehmen.

Vorstand zuversichtlich: "Sanierung greift"
"Unsere Maßnahmen greifen. Wir sind auf einem guten Weg, aber wir sind noch nicht am Ziel. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, müssen weiter konsequent unser Sanierungsprogramm umsetzen", so der AUA-Vorstand in einer Erklärung.

Im ersten Halbjahr hatte die Aschewolke aus Island die Erwartungen auf stärkere Zuwächse vermasselt. Die operativen Gesamterlöse seien im ersten Halbjahr 2010 aber trotz der Einbußen durch die Luftraumsperren um sechs Prozent auf 1,025 Milliarden Euro (2009: 969,4 Millionen Euro) angestiegen.

Passagierzuwachs von knapp 9 Prozent
Von Jänner bis Juni hat die AUA heuer rund fünf Millionen Passagiere befördert - ein Zuwachs um 8,8 Prozent über dem Vorjahr. Ohne die aschebedingten Luftraumsperren wäre die Passagierzahl zweistellig gewachsen, so die Airline. Im Einzelmonat Juni 2010 habe der Anstieg 16,5 Prozent betragen. Im Übrigen gewinne man bereits Marktanteile zurück, die in den vorangegangenen Jahren verloren gegangen waren.

Im ersten Halbjahr 2010 hat die AUA-Gruppe durchschnittlich 6.617 Vollzeit-Mitarbeiter beschäftigt. Zum Stichtag 30. Juni 2010 waren es 6.394. Auf 6.000 Leute (Vollzeit) will die AUA bis Jahresende kommen. Die dafür "offenen" 400 Betroffenen hätten das Unternehmen großteils schon verlassen bzw. seien in die Stiftung übernommen, hieß es.

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