Wie das Außenamt am Samstag mitteilte, hat sich der Unfall bereits am Mittwoch ereignet. Die zwei Österreicher gehörten mit weiteren sechs Landsleuten zu einer größeren, internationalen Gruppe von Bergsteigern, die den Alpamayo im Gebiet der Weißen Kordillere in der nördlichen Region Ancash in Angriff nahmen.
Der Argentinier Esteban Schneider (30) rutschte Medienberichten zufolge auf dem Weg zum Gipfel von einer Steilwand. Seine Leiche wurde laut der örtlichen Alpinpolizei am Freitag geborgen. Der Kletterer war etwa 200 Meter tief in ein Schneefeld gefallen und in einer Eisspalte gelandet. Er dürfte sofort tot gewesen sein. Dem Chef der Alpinpolizei zufolge wurden die beiden Österreicher vom fallenden Körper des Argentiniers getroffen.
"Zuerst hat es für einen der beiden Männer ziemlich schlecht ausgesehen. Die Retter mussten von einer schweren Wirbelsäulenverletzung ausgehen", sagte Außenamtssprecher Peter Launsky- Tieffenthal. Nach der Einlieferung ins Spital in Lima habe sich aber herausgestellt, dass der Unfall nicht ganz so schlimm ausgegangen ist: Der 28- jährige Mann, ein erfahrender Bergsteiger aus Salzburg, habe "nur" eine schwere Rückenprellung erlitten. Er werde die Klinik spätestens an diesem Wochenende verlassen können. Sein Bergkollege aus Tirol trug laut dem Gesandten leichtere Verletzungen davon.
Der erlösenden Diagnose war eine äußerst schwierige Bergung vorangegangen, die die österreichische Botschaft in Lima mit dem lokalen Bergführer und den örtlichen Behörden organisiert hatte. Wegen schlechter Wetterbedingungen und der großen Höhe war ein Hubschrauberflug zunächst nicht durchführbar gewesen. "Mehrere Mitglieder der Gruppe haben deswegen geholfen, die Verletzten so weit herunterzubringen, bis ein Transport auf dem Landweg möglich war", schilderte Launsky- Tieffenthal die spektakuläre Evakuierungsaktion. Von der nordöstlich von Lima gelegenen Bezirksstadt Huaraz schließlich wurde der Tiroler mit einem Ambulanzflug nach Lima gebracht.
"Es waren alles erfahrene Kletterer aus mehreren Bundesländern, die zum Teil auch bei der Bergrettung sind", sagte der Außenamtssprecher. Auf Ersuchen der Betroffenen und der Angehörigen wollten die Behörden zu den Bergsteigern sonst keine näheren Angaben machen.