...und zwar wegen sechs teils schwerer Raube. Die hat er nämlich nach seinem 14. Geburtstag begangen. Und deswegen kann man ihn auch belangen. Siebeneinhalb Jahre Haft drohen ihm.
Dule B. scheint in seinen vier Monaten Untersuchungshaft den Paradewandel vollzogen zu haben, wie auch sein Anwalt Ewald Scheucher bestätigt: "Er will ein normales Leben beginnen." Was nicht so einfach sein dürfte: Dule B. ist eines von sechs Kindern. Die Eltern: sehr einfach. Und sichtlich nicht sehr bemüht in Sachen Erziehung. Er wirkt wie jemand, der das Leben auf der Straße gewählt hat, weil er ein anderes nicht hätte.
Trotzdem: Er und seine "Freunde" haben mit Springmessern, Schlagringen und Fäusten geholt, was sie nicht hatten: massenhaft Handys und die kleine Barschaft anderer Jugendlicher. Opfer, die in der Schnell- oder U-Bahn eingeschüchtert, verdroschen und beraubt wurden. Zweieinhalb Jahre (nicht rechtskräftig) muss er hinter Gitter. Genug Zeit, um dort den Schulabschluss nachzuholen, wenn es ihm mit dem besseren Leben ernst ist...
Von Susi Hauenstein
Symbolbild
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.