Bis zur Vorwoche waren in Oberösterreich vierzig tote Wildvögel zur Untersuchung eingeschickt worden. „Alle Proben waren negativ - kein Vogelgrippefall!“, so Oberösterreichs Landesveterinär Dr. Karl Wampl.
Dennoch sind die Landsleute übervorsichtig: Ein „toter Schwan“ im Traunsee entpuppte sich als Plastiksackerl, eine dahingeraffte Ente auf einem Teich im Innviertel als verendeter Karpfen. Dennoch müssen sich unsere Feuerwehrleute bei jedem Verdachtsfall vorsichtshalber in ihre Einwegschutzanzüge zwängen.
Das Gesamtbild für Europa bleibt aber düster: Der deutsche Experte Dr. Emil Reisinger meint: „Erst in fünfzig Jahren wird die Vogelwelt beginnen, gegen das Virus widerstandsfähig zu werden.“ Bis sie resistent ist, kann es 150 Jahre dauern. Inzwischen ist der Vogelgrippe-Erreger H5N1 erstmals in Deutschland bei einer Katze festgestellt worden: Das tote Tier wurde auf der Insel Rügen gefunden.
Foto: Tom Leitner
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