Für den „schwarzen“ Parteimanager ist die AMAG ein Trauerfall „roter“ Privatisierungspolitik: SP-Kanzler Franz Vranitzky und SP-Minister Viktor Klima seien 1996 verantwortlich dafür gewesen, dass der als bankrott geltende Staatsbetrieb, der schon kurz nach der Privatisierung Millionengewinne machte, um einen Schilling verschleudert wurde.
Klaus Hammerer, der für 40 Groschen 40 Prozent der AMAG übernahm und dafür heute bis zu 300 Millionen Euro verlangen kann, war damals ihr von der ÖIAG bestellter Vorstandsvorsitzender - und das blieb er auch noch während der Verkaufsverhandlungen. „Die ÖIAG beschäftigte ihn unbeschränkt weiter, obwohl er selbst Mitbieter war“, wunderte sich Finanz-Staatssekretär Alfred Finz schon vor fast einem Jahr.
Jetzt scheinen Strugl auch die Vorgänge nach dem Deal zwielichtig: Dass der frühere AMAG-Betriebsratschef und SP-Angeordnete Ludwig Hofmann als Konsulent für Hammerer arbeitet, hält der VP-Sekretär für „aufklärungsbedürftig“. Dabei stimmen ihm SP und Gewerkschaft sogar zu: Hofmann tritt vehement für den Verkauf der Mitarbeiterbeteiligung ein, den sie ablehnen.
Foto: rubra
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