Der Tod kannte kein Pardon: Florian Mehlhorn (27) aus Wels hatte erst vor kurzem den Tauchschein gemacht. Mit seinem gleichaltrigen Freund Florian Sch. aus Thalheim bei Wels und dem Regauer Polizisten Bernhard W. (32) unternahm der junge Krankenpfleger in Steinbach am
Attersee am Montag bei der „Schwarzen Brücke“ einen Tauchgang. Am Ufer stehen sechs Kreuze, insgesamt ist Florian Mehlhorn bereits der achte Tote an dieser Stelle. Er geriet nach nur zehn Minuten in etwa 20 Metern Tiefe in Panik. Laut seinen Kameraden hatte er Probleme mit dem Atmungsgerät. Sie versuchten, Florian an die Oberfläche zu bringen, doch ihre Rettungsaktion misslang - sie mussten alleine auftauchen, ihren Kameraden zurücklassen. Beide wurden ins Vöcklabrucker Spital gebracht.
Florian Mehlhorn wurde gegen 21.30 Uhr von Feuerwehrtauchern in 35 Metern Tiefe geborgen. Einsatzleiter Kurt Hitzfelder vom Feuerwehrstützpunkt Weyregg muss seit 30 Jahren tote Taucher aus dem Attersee bergen: „Ein Neuling hat in einer Tiefe von 20 Metern nichts zu suchen. Er soll nie unter die Maximaltiefe von 12 bis 13 Metern gehen. In diesem Fall war der Mann auch hoffnungslos ,überbleit´. Seine Sinkhilfe war so schwer, dass ich ihn kaum von der Fundstelle weggebracht habe.“
Foto: Tom Leitner
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