Privater Straßenbau

Milliardär soll Nachbarn und Steuerzahlern helfen

Oberösterreich
29.12.2006 13:21
Die Ruhe am Attersee wird auch dem russische Multimilliardär Roman Abramowitsch einiges wert sein: Seine betuchten Nachbarn lassen es sich immerhin 3,3 Millionen Euro kosten, dass die Bundesstraße vom Ufer in den Forst verlegt wird, um ihre Villen vom Verkehrslärm zu befreien. 1,6 Millionen sollen die Steuerzahler beisteuern.

„Das ist vorstellbar, aber es gibt eine neue Planungsvariante und keine genaue Kostenschätzung“, lässt Oberösterreichs Straßenbaureferent Franz Hiesl (VP) ausrichten. Doch Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SP) soll bereits 800.000 Euro zugesagt haben: Die Straßenverlegung mit Privatfinanzierung sei eine einmalige Chance, das Nadelöhr zwischen Unterach und Weißenbach endlich so zu beseitigen, wie es schon vor 35 Jahren geplant worden war.

Einen 2,2-Millionen-Beitrag für das 5-Millionen-Projekt will der Linzer Industrielle Gerhard Andlinger allein leisten, wenn im Frühjahr Spatenstich ist. Am 8. Jänner soll mit den Bundesforsten um Grundablösen verhandelt werden. Ob dann schon mit dem Geld des Oligarchen gerechnet werden kann, weiß noch nicht einmal der Verkäufer des Waldschlössls: Die Verhandlungen laufen. 

 

Foto: AP/Alastair Grant

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