Ingrid Höller ist als Schauspielerin so etwas wie eine Spätberufene. Sie arbeitete seit ihrem 16. Lebensjahr - unter anderem 17 Jahre als Sekretärin in der „Krone“-Redaktion. Nebenbei hat sie allerdings schon immer professionell das Tanzbein geschwungen. Bei einer Musical-Ausbildung gab ihr dann das erste Mal jemand einen Hinweis auf ihr schauspielerisches Talent - und tatsächlich schaffte sie mit 33 Jahren die Aufnahmeprüfung ans Brucknerkonservatorium: „Ich war so verrückt damals“, erinnert sich Ingrid Höller heute zurück: „Ich war berufstätig, habe das Schauspielstudium absolviert und am Abend noch Theater gespielt…“
1990 entschied sie sich vollends für das Theaterleben und „übersiedelte“ ins Phönix, das kurz zuvor mit der „Rozznjogd“ - und Ingrid Höller in der Hauptrolle - eröffnet worden war. Woran sie sich am liebsten erinnert? „Ich habe wirklich versucht, aus jeder Rolle den größtmöglichen Spaß herauszuholen“, sinniert sie, um dann doch „Die Präsidentinnen“ und die „Virginia Woolf“ zu nennen.
Am 25. Jänner hat sie Premiere als Ines in Sartres „Geschlossene Gesellschaft“. Und danach wird sie ihrer Lust auf Film, Fernsehen, ein Soloprogramm nachgeben – „Und ein Kinderstück schreiben!“
Foto: Chris Koller
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