Der 60-jährige, leicht behinderte Mann war einkaufen, schleppte zwei schwere Taschen - diese Belastung in der sommerlichen Hitze war ihm zu viel, bei der Kreuzung der Südtiroler Straße mit der Scharitzerstraße erlitt er einen Schwächeanfall, sank benommen zu Boden und blieb liegen. Sofort näherte sich ein Passant, griff dem Sturzopfer auf den Rücken und in die Gesäßtasche. Statt dem gebrechlichen Mann aufzuhelfen, ging der Dieb mit seiner Beute - 200 Euro und Ausweisen - davon.
Der gestürzte Linzer quälte sich auf, ging zu einer nahen Haltestelle. Als er dort seinen Fahrausweis aus der Börse holen wollte, bemerkte er den Diebstahl - und kollabierte vor Schock nochmals. Diesmal wurde die Rettung alarmiert, die das Hitze- und Diebsopfer ins Spital brachte.
„Bei dem gemeinen Dieb dürfte es sich laut Opfer um einen etwa fünfzigjährigen Südländer handeln“, berichtet Polizeijurist Alexander Niederwimmer. Die Linzer Polizei warnt zugleich vor einem allgemein starken Anstieg an Geldtaschendiebstählen: Waren es in der ersten Hälfte des Vorjahres nur 149, wurden heuer schon 332 gemeldet.
Foto: Martin Jöchl
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