Phishing-Attacken

Gauner setzen auf Angst und Gier

Oberösterreich
31.05.2006 19:53
Phishing-Attacken werden immer drängender - die Internet-Gauner, die dahinterstecken, spekulieren einerseits mit Angst und Unsicherheit vieler Online-Nutzer, andererseits mit der Geldgier. So wollen sie Opfer, die Bankgeschäfte über Internet abwickeln, nötigen, zum Datenausspionieren Trojaner auf ihre Rechner zu laden.

Mindestens fünfzig Oberösterreicher wurden so schon Opfer von Phishing-Attacken. Ein Ennser verlor 3000 Euro, ein Mühlviertler Geschäftsmann konnte gerade noch 54.000 Euro retten.

Derzeit kursieren zwei Phishing-Mails: In einem wird behauptet, es sei eine bestimmte Summe aufs Konto überwiesen worden, die entsprechenden Daten fände man im gezippten Anhang. Tatsächlich aber öffnet sich eine Programm-Datei, die den Rechner der naiven, geldgierigen Opfer infiziert.

Im neuesten Spam-Mail - das mit Ulrich Schwarz, Sicherheitsberater, Raiffeisenbank gezeichnet ist - wird wieder einmal behauptet, man müsse seine Banking-Daten in einem Online-Programm aktualisieren, sonst würde in 14 Tagen das Konto gesperrt. Die Aufforderung zur „Installation“ des Sicherheitsprogramms ist in fehlerhaftem Deutsch verfasst. Es gilt wie bei all diesen gefälschten Bank-Mails (Geldinstitute machen online keine Sicherheitsabfragen): Mails ungeöffnet löschen!

 

 

 

Symbolfoto: AP

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