Schlimme Zustände

Bei Tiertransporten noch immer Quälereien

Oberösterreich
29.04.2008 19:14
„Das Verhalten des Menschen gegenüber den ihm anvertrauten Tieren kann als eines der höchsten Risiken für die transportierten Tiere gesehen werden“, bringt Landesexperte Dr. Heinz Grammer das Problem auf den Punkt: Zwar ist die Zahl der Beanstandungen bei der Kontrolle von Tiertransporten in Oberösterreich zurückgegangen, skandalöse Quälereien kommen dabei aber noch immer vor!

Das Land Oberösterreich führt Schwerpunktkontrollen von Tiertransporten am Zielort, den Schlachthöfen, durch.

Die zuständige Landesrätin Silvia Stöger (SP) hat der „OÖ-Krone“ nun den Bericht über die jüngste dieser Schwerpunktaktionen, die von 1. bis 30. November 2007 durchgeführt wurde, vorgelegt: „Dabei wurden insgesamt 713 Transporte kontrolliert. Bei 57, also knapp 8 Prozent, wurden Mängel festgestellt.“ Gegenüber dem Jahr 2006, als 671 Transporte kontrolliert und 140 Mängel festgestellt wurden, bedeutet dies eine Verringerung um mehr als die Hälfte: „Das ist Folge verbesserter Gesetze. Und regelmäßige Kontrollen zeigen Wirkung“, meint Stöger.

19 der 57 im November festgestellten Mängel betreffen „Schäden an Tieren“, wie das im Beamtendeutsch heißt. „Die Gründe dafür reichen vom gemeinsamen Transport einander gefährdender Tiere bis hin zu schlachthofseitigen Entladeeinrichtungen, die den Tieren gefährlich werden können“, weiß Landesexperte Dr. Grammer. Und: „Fast ein Viertel der Beanstandungen in diesem Bereich entfällt auf den rohen Umgang der Betreuungspersonen mit den Tieren.“ Es sollte daher nur „geeignetes, bestens geschultes Personal“ eingesetzt werden…

 

Symbolfoto: Uta Rojsek-Wiedergut

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