"Nicht nur Heroin, sondern generell alle Drogen sind weit mehr verbreitet und auch wesentlich günstiger als früher. Milch und Brot sind teurer geworden, aber Suchtgift gibt's billiger", erklärt Christoph Lagemann vom Institut für Suchtprävention in Linz. Er schätzt die Anzahl der Heroinabhängigen in Oberösterreich auf etwa 3.000 Personen, die Polizei rechnet mit 5.000 Süchtigen.
Lagemann: "Der Großteil konsumiert Cannabis, ein kleiner Teil der Bevölkerung harte Drogen wie Heroin und Kokain. Wir rechnen bundesweit mit etwa 30.000 Heroinabhängigen, die Hälfte davon sind in Wien."
Viele Räuber süchtig
Die Todesdroge wird aber zunehmend beliebter, weiß man beim Landeskriminalamt, wo man die Suchtsituation ob der Enns etwas kritischer beurteilt. Tatsächlich sind die meisten Serienräuber entweder spiel- oder rauschgiftsüchtig, oder beides zusammen. "Wir merken, dass nach der Ecstasy- und der Amphetaminwelle immer wieder Leute auf Heroin umgestiegen sind", berichtet ein Ermittler, der anonym bleiben möchte.
von "Kronen Zeitung" und ooe.krone.at
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