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Zahl der Toten in Texas weiter gestiegen

Zahl der Toten in Texas weiter gestiegen
Knapp drei Tage nach dem Zug von Hurrikan "Ike" über die texanische Golfküste wird das Ausmaß der Zerstörung immer deutlicher. Rettungskräfte drangen in einige der am schwersten betroffenen Gebiete vor. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 40. Mehr als 30.000 Menschen warten in Schutzunterkünften weiter darauf, mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Benzin versorgt zu werden.

Knapp vier Millionen Menschen in den von "Ike" betroffenen Staaten waren dem Energieministerium zufolge Dienstag früh noch ohne Stromversorgung. Etwa 40 000 Einwohner befanden sich weiter in Notunterkünften, wie "USA Today" unter Berufung auf das amerikanische Rote Kreuz bekanntgab. Nach Medienberichten konnten die Rettungskräfte auf der langgestreckten Bolivar- Halbinsel am Golf von Mexiko immerhin noch 60 Überlebende aus den Trümmerfeldern holen.

George W. Bush besucht Katastrophengebiet

US- Präsident George W. Bush reiste am Dienstag in das texanische Katastrophengebiet. Dort wollte er sich in den besonders betroffenen Städten Houston und Galveston über das Ausmaß der Zerstörung sowie nötige Hilfsmaßnahmen unterrichten lassen und sich dann aus einem Helikopter ein eigenes Bild verschaffen. Der Gouverneur von Texas, Rick Perry, bat die Menschen indes um Geduld und betonte, die Rettungskräfte täten ihr Bestes. Die Verteilzentren gaben in den ersten 36 Stunden nach dem Sturm eine Million Flaschen Wasser, eine Million Mahlzeiten und 270.000 Kilogramm Eis aus. An vielen Tankstellen gab es keinen Sprit mehr.

Flüchtlinge klagen über fehlende Informationen

An der Texas Southern University standen Autofahrer zwei Stunden für frisches Wasser an. In einer Notunterkunft in Houston klagten die Menschen, sie würden nicht darüber informiert, wo sie Essen und frische Kleidung bekommen könnten. Alle paar Stunden gebe es nur ein Glas Wasser, kritisierte der 37 Jahre alte Michael Stevenson. Die Leute seien außerdem 18 Stunden lang nicht an die frische Luft gekommen.

Ausgehverbot über Houston verhängt

"Ike" hatte mit Windgeschwindigkeiten von gut 170 Kilometern pro Stunde am Samstag schwere Verwüstungen angerichtet. Tausende Häuser standen unter Wasser und wurden beschädigt, Straßen wurden unterspült, einige Gebäude gerieten in Brand. Für das mit Trümmern und Scherben übersäte Houston verhängten die Behörden ein einwöchiges Ausgehverbot.

"Kuba so stark verwüstet wie nie zuvor"

In Kuba verursachten die beiden Hurrikane "Ike" und "Gustav" nach offiziellen Angaben Rekordschäden in Höhe von rund fünf Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro). Fast 450.000 Häuser seien beschädigt und mehr als 63.000 davon komplett zerstört worden, teilte die Regierung mit. Mindestens 200.000 Menschen hätten ihre Wohnungen verloren. Kuba sei in seiner wirtschaftlichen und sozialen Infrastruktur so stark verwüstet worden wie nie zu vor, hieß es in einer im Fernsehen verlesenen Erklärung.

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