"Nichts Ernsthaftes"
Nelson Mandela aus dem Krankenhaus entlassen
Mandela klagte bereits seit Längerem über Beschwerden im Unterleib. Mithilfe einer Bauchspiegelung wollten die Ärzte klären, was hinter den Beschwerden steckt. Bei dem Eingriff wird unter Narkose eine kleine Kamera in die Bauchhöhle eingeführt, um die Funktionsfähigkeit der Organe zu überprüfen.
Verteidigungsministerin Lindiwe Sisulu sagte am Sonntag, es gehe Mandela "so gut, wie es in dem Alter möglich ist", und er erhole sich von der Narkose.
Auch Mandelas älteste Enkeltochter gab Entwarnung. "Ich sehe das nicht als große Sache an", sagte Ndileka Mandela. "Er ist eigentlich bei bester Gesundheit. Ich habe am Mittwoch meinen Geburtstag mit ihm gefeiert und er war bester Laune. Er hat gescherzt und mich aufgezogen, wie alt ich inzwischen sei", fügte die 1965 geborene Enkeltochter hinzu.
Vor Jahren aus Öffentlichkeit zurückgezogen
Der erste schwarze Präsident Südafrikas hatte sich wegen seines angegriffenen Gesundheitszustands vor vielen Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Der Friedensnobelpreisträger lebt seit über einem halben Jahr in seinem Heimatort Qunu im Südosten des Landes. Angehörige veröffentlichten im Mai Fotos von Mandela, wie er von zu Hause aus seine Stimme für eine Kommunalwahl abgab und einen Monat später US-First Lady Michelle Obama und ihre Kinder traf.
Mandela hatte für seine Rolle im Kampf gegen das rassistische Apartheid-System 27 Jahre lang in Haft gesessen. Als Führer der Schwarzen wies er einer tief gespaltenen Gesellschaft den Weg zu Demokratie und Versöhnung.
Als Mandela im Februar 1990 das Gefängnis als freier Mann verließ, war das Ende der Apartheid gekommen. 1994 gewann Mandelas ANC mit überwältigender Mehrheit die ersten freien Wahlen in Südafrika. Mandela wurde Staatspräsident und blieb bis 1999 im Amt.







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