Wie die "Krone" bereits berichtete, hat das Land Kärnten die Unfallstelle Jörg Haiders in Lambichl bei Klagenfurt gekauft, um den "Besuchsverkehr" in geordnete Bahnen zu lenken und gleichfalls ein Marterl zum Gedenken an den verstorbenen Landeshauptmann zu errichten. Für die rund 70 Quadratmeter Grund, den Bau des Marterls und eine Parkspur für fünf bis sechs Autos hatte das Land 30.000 Euro bereit gestellt. Das Marterl soll vom bekannten Kärntner Maler Giselbert Hoke entworfen werden, die Bilder sollen vier Kärntner Künstler beisteuern.
Marterl- Kritiker sind laut Dörfler "böse Menschen"
Doch dieses Vorhaben stößt nicht bei allen auf Zuspruch, erst recht, da nun ein zweites Gutachten Haiders starke Alkoholisierung zum Unfallzeitpunkt bestätigt hat. Um dieser Kritik Einhalt zu gebieten, verkündete Landeshauptmann Gerhard Dörfler, nun in der Öffentlichkeit Spenden für die Errichtung der Gedenkstätte zu sammeln, damit kein Steuergeld verbraucht wird. "Es haben sich viele gemeldet, die verwundert sind, dass es Menschen gibt, die Jörg Haider kein Denkmal gönnen", erklärte der Landeshauptmann. Personen, die eine ablehnende Haltung gegenüber dem geplanten Bauwerk an den Tag legten, bezeichnete Dörfler wörtlich als "böse Menschen". Das Spendenkonto liegt bei der RBB Klagenfurt und lautet auf "Gedenkstätte Dr. Jörg Haider".
Überschüssiges Geld für guten Zweck
Sollten die Spendeneinnahmen - wie Dörfler erwartet - die geschätzten Baukosten von rund 30.000 Euro übersteigen, werde das überschüssige Geld einem entsprechenden Zweck zugeführt. "Vielleicht hat ja Claudia Haider eine gute Idee", meinte Dörfler.
Jörg- Haider- Park in Klagenfurt "verlegt"
Auch an einer anderen Front der Haider- Ehrerbietung gibt es neue Entwicklungen: Entgegen den ursprünglichen Plänen des Klagenfurter Bürgermeisters Harald Scheucher soll nun nicht der Park der "Kärntner Freiwilligen Schützen" neben der Kärntner Landesregierung in Jörg- Haider- Park umbenannt werden, sondern der Landhauspark. Die ursprüngliche Absicht werde nicht mehr verfolgt, teilte Scheucher am Mittwoch in einer Aussendung mit. Gemeinsam mit der Familie Haider und dem Land Kärnten würden jetzt Vorschläge erarbeitet.