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Viele Zebrastreifen sind keine "Schutzwege"

03.09.2009, 18:56
Viele Zebrastreifen sind keine "Schutzwege" (Bild: Landespressedienst)
Foto: Landespressedienst
Zu Schulbeginn werden in Kärnten wieder an die 1.000 Fußgängerübergänge auf ihre Sicherheit hin überprüft. Und dabei zeigt sich, dass Zebrastreifen nicht unbedingt „Schutzwege“ sind: Fast jeder dritte Unfall mit Passanten spielt sich hier ab. Besonders gefährdet sind Kinder – im Vorjahr wurden 79 verletzt, ein Bub getötet!

„Wir appellieren an die Eltern, mit ihren Kindern rechtzeitig vor Schulbeginn den Schulweg zu üben, Gefahrenstellen zu kontrollieren, die Kleinen über Risiko und Vertrauen im Straßenverkehr aufzuklären“, macht sich auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler (siehe Bild oben) für das „Krone“- Projekt „Sicherer Schulweg“ stark.
 
Ehe wieder 5.600 Schulanfänger unterwegs sind, lässt er derzeit  1.000 Schutzwege auf Landesstraßen überprüfen; etwa 200 müssen in den nächsten Tagen neu angefärbelt oder auch verlegt werden. Denn nicht immer bürgt ein Zebrastreifen für die Sicherheit von Fußgängern.

In Ebenthal beispielsweise muss ein Übergang versetzt werden. Vizebürgermeister Christian Kau: „Da hat es schon Tote gegeben. Die Autofahrer kommen zu schnell heran, sehen die Stelle zu spät.“

2008 sind in Kärnten 281 Fußgänger verunglückt, zehn davon tödlich. Fast jedes vierte Opfer ist ein Kind unter 19 Jahren, nahezu ein Drittel der Unfälle spielt sich ausgerechnet auf den Zebrastreifen ab. „Daher sollte der Schutzweg gar nicht mehr als solcher bezeichnet werden“, sagt Verkehrsjurist Albert Kreiner.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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