Obwohl das Haus der Opfer sehr hell beleuchtet war, schreckten die Einbrecher nicht davor zurück, dort einzusteigen. Sie schlugen einfach eine Scheibe der Terrassentür ein und gelangten so in das Haus.
Im ersten Stock wurden die Täter schnell fündig. "Sie rissen den Standtresor aus der Wand, wickelten ihn in einen Teppich ein und warfen ihn vom Balkon in den Garten", schildert ein Kripo- Ermittler: "Leider hat wegen des Silvestertrubels keiner der Nachbarn etwas wahrgenommen."
Nicht nur in Klagenfurt, wo drei Einbrüche gemeldet wurden, sondern auch in Velden, Villach und Straßburg waren Einbrecher in der Silvesternacht aktiv.
Weihnachtsmännern den Kopf abgeschnitten
Auch viele Vandalen nutzten den Silvestertrubel für ihre Untaten: In Bad Kleinkirchheim warfen Unbekannte zuerst einen Eisbrocken gegen die Fensterscheibe einer Ferienanlage, worauf diese zu Bruch ging. Dann köpften dieselben Täter Weihnachtsmänner, die zur Dekoration an den Fassaden aufgehängt waren.
In Villach ließen Unbekannte Kracher in drei Parkscheinautomaten hochgehen, in St. Michael ob Bleiburg zerstörte ein Böller den Postkasten eines Hauses und in Prägraten wurden Kracher in einen Kaugummiautomaten geworfen.
Ebenfalls mit Raketen wurde die Tartanbahn einer Villacher Schule beschädigt. Und in Feldkirchen und Seeboden setzten Feuerwerke zwei Thujenhecken in Brand. In St. Veit wurden bei 16 Autos Antennen und Scheibenwischer abgerissen. Von den wenigen Anwohnern, die Silvester zu Hause gefeiert hatten, hat niemand etwas bemerkt.
von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"
Symbolbild