Mit dem Oratorium wollen die beiden Künstler die Idee des "Toten-Tanzes" neu beleben. "Die Auseinandersetzung mit dem Tod hat in Österreich eine lange Tradition", so der Kulturhistoriker Johannes Leopold Mayer. "Todestöter" ist als ein Streitgespräch zwischen dem Tod und einem Sterblichen, der als Naturwissenschaftler versucht, den Tod auszutricksen, zu verstehen. Das Oratorium ist als zwei Personen-Stück angelegt. Ein Chor, in der Tradition des griechischen antiken Dramas, kommentiert die Handlung und ergreift Partei. Der künstlerische Leiter des Festivals, Wolfgang Horvath, freut sich besonders über diese Uraufführung: "Nichts ist so spannend wie die Musik, die im Augenblick entsteht."
Vielseitiges Angebot an musikalischen Freuden
Bei neun Veranstaltungen werden über 30 Musikstücke von insgesamt 18 Komponisten dargeboten. Neben Orgel-, Chor-, Orchester- und Kinderkonzerten im Rahmen des Kinderprogramms "Orgellina" runden der "ORGELwein 2010", literarische Lesungen und ein "Fest der 1.000 Lampions" am Eröffnungsabend mit einer Darbietung von Mozarts "Kleiner Nachtmusik" im Alten Klostergarten das vielseitige Angebot ab. Ein weiterer Höhepunkt des Festivals ist die Theresienmesse von Joseph Haydn, die als eine der schönsten und bedeutendsten Messen der Wiener Klassik gilt. Heiter klingt das Fest zu Ehren der "Königin der Instrumente" mit dem Programm "bach&bosnisch" und einer Lesung aus Herbert Rosendorfers Roman "Der Ruinen-Baumeister" durch Martin Schwab aus.
Das Festival ORGELockenhaus besteht seit 2003. Nach sieben Jahren hat sich das ORGELockenhaus vom Insider-Tipp zu einem florierenden musikalischen Zentrum, nicht nur für Orgel-Liebhaber, etabliert. "Ein Orgelfestival dieser Art gibt es sonst nirgendwo", betonte Horvath.
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