So, 19. November 2017

Sanierung geplant

03.10.2017 05:00

Fill-Metallbau-Pleite bedroht 238 Jobs

Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Kreditschutzverband 1870 auf mehr als 31 Millionen Euro, insgesamt sind 238 Mitarbeiter betroffen, die nun um ihre Jobs zittern! Mit der Insolvenz-Eröffnung bei Metallbau-Spezialist Fill aus Hohenzell muss Oberösterreich heuer schon die zweite Großpleite verdauen.

Ende August wurde der in Enns, Linz und Lenzing ansässige Wäschereiniger Wozabal mit sechs Firmen am Konkursgericht vorstellig. 800 Mitarbeiter sind seither im Ungewissen, wie es weitergeht. Zwar ist die Fortführung vorerst finanziert. Ob die Sanierung geschafft wird, ist aber offen - wir berichteten.

31,159 Millionen Euro Verbindlichkeiten
Seit gestern zieht Oberösterreich eine zweite Großpleite in den Bann: die von Fill Metallbau. Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Kreditschutzverband 1870 auf 31,159 Millionen Euro. 238 Mitarbeiter sind betroffen. Das von Stefan Fill geleitete Unternehmen aus Hohenzell ist schwerpunktmäßig in England aktiv. Durch die Brexit-Entscheidung und den Währungsverfall ist Fill auf der Insel nicht mehr konkurrenzfähig.

Probleme bei Projekten
Zudem gibt es Probleme in Salzburg, wo bei einem abgeschlossenen Projekt Mängel beanstandet wurden. Bei einem weiteren Großauftrag hat sich der Metallbau-Spezialist schwer verspekuliert. Die Firma soll saniert werden. Ob das gelingt, werden die nächsten Wochen zeigen. Für die Mitarbeiter hat das Zittern um ihre Jobs begonnen.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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