Mi, 22. November 2017

„Sozialschmarotzer“

27.08.2017 13:10

Villacher Kabarettist gesteht Neid auf Flüchtlinge

"Tagtäglich sehe (sic!) von meinem Balkon, wie Asylanten mit Adidasschuhen, Nike-Leiberln und Diesel-Jeans mit Smartphone und nagelneuen Bikes diskutierend vorbei gehen (sic!). Mich frisst ein bisschen der Neid." Mit diesen Worten lässt der österreichische Kabarettist Manfred Tisal, der vor allem durch seine Rolle als "EU-Bauer" beim Villacher Fasching Bekanntheit erlangte, derzeit auf seiner Facebook-Seite aufhorchen.

Der Kommentar reiht sich in eine Serie kritischer Statements zum Thema Flüchtlinge, die Tisal in den letzten Tagen veröffentlichte. Demnach sei der Kabarettist auf die "Asylanten" neidisch, weil sie all die Markenkleidung und weiteres gratis bekommen würden. "Neben einer Mindestsicherung, die sie nicht verdient haben", heißt es in dem Posting weiter.

Wie Tisal behauptet, könne er sich solche Dinge nämlich offenbar nicht finanzieren: "Vielleicht könnte ich mir das alles auch leisten, wenn ich keine Miete bezahlen müsste. Wenn ich mein Smartphone nicht vertragsgebunden kaufen müsste, wenn ich Körperpflegemittel, TV-Gebühr, Lebensmittel und das berufsbedingt notwendige Auto und diverse Ausgaben für Frau und Kind nicht bezahlen müsste. Und alle Steuern und Abgaben natürlich."

"Sozialschmarotzer, die über uns herfallen"
Weiters bezeichnet Tisal Flüchtlinge als "politisch legitimierte Sozialschmarotzer", die "über uns herfallen." Abschließend warnt der Kabarettist seine Leser davor, ihn ins "populistische rechte Eck" zu stellen. Es gehe ihm nämlich lediglich um eine Frage der Gerechtigkeit und "und die sollte keine Parteienfrage oder eine Frage der Religion sein".

Die Facebook-Gemeinde reagiert auf Tisals Äußerungen gespalten, unter dem Posting ist eine heftige Debatte entbrannt. Bis Sonntagnachmittag sammelten sich bereits über 350 Kommentare, der Beitrag wurde mehr als 750 Mal geteilt.

 krone.at
Redaktion
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