So, 22. Oktober 2017

"San Escobar"

12.01.2017 18:53

Land erfunden: Spottwelle für Polens Außenminister

Polen lacht über einen Versprecher von Außenminister Witold Waszczykowski: Vor Reportern sprach der Chef der polnischen Diplomatie von einem Land, das es gar nicht gibt - und löste damit eine Spottwelle in sozialen Netzwerken und Medien aus. Polen habe Gespräche mit "San Escobar" geführt, sagte Waszczykowski bei einem Besuch in New York, wo sein Land sich um einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat bemüht.

Waszczykowskis Pressesprecherin versuchte den Lapsus ihres Chefs später auf Twitter auszubügeln: Es sei ein Versprecher gewesen, erklärte sie. Eigentlich habe Waszczykowski den karibischen Inselstaat St. Kitts und Nevis - auf Spanisch San Cristobal y Nieves - gemeint.

Eigene Internetauftritte für "San Escobar"
Der Hohn Zehntausender Internetuser kam dennoch in Fahrt: Im Nu schufen sie in den sozialen Netzwerken zahlreiche Auftritte für "San Escobar" und sponnen immer neue Geschichten über das erfundene Land. Der Filmpreis von San Escobar heiße - inspiriert vom Vornamen des Ministers - "Vitoldo de Oro" (Goldener Witold), wurde unter anderem geschrieben. Hier einige weitere Ergüsse:

Auch polnische Medien nahmen den Chefdiplomaten auf die Schaufel: Waszczykowski sei nicht Außen-, sondern "Komik-Minister", schrieb beispielsweise die Zeitung "Gazeta Wyborcza". Eine Karikatur zeigte Waszczykowski dabei, wie er Delegationsreisen nach "San Escobar" sowie Nimmerland, Mordor und Narnia plante.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).