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29.11.2016 11:25

Kosmetika enthalten viel Plastik

Von der Werbung als "Wundermittel" gepriesene Kosmetika haben nicht selten einen Haken. Produkte, die etwa "extra-gründliches" Peeling versprechen, können bis zu 10 Prozent Plastikpellets - und pro Tube bis zu 2,8 Millionen Kunststoffteilchen - beinhalten. Umweltlandesrat rät daher auf Naturprodukte umzusteigen.

Diese industriell gefertigten Inhaltsstoffe tragen Bezeichnungen wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Nylon-12, Nylon-6 oder Acrylate. Sie sind winzig klein, kostengünstig und vielseitig einsetzbar - etwa als Kügelchen in Peelings, Duschgels, Shampoos, Make-Up, Lippenstiften oder Sonnencremes. Obwohl sie bei der Produktbeschreibung angegeben werden müssen, bleibt für Konsumenten oft völlig unklar, was sich tatsächlich dahinter verbirgt.
Aufgrund seiner geringen Größe passiert Mikroplastik meist ungehindert die Kläranlagen, in weiterer Folge gelangt es in unsere Gewässer und dann ins Meer.

Negativ-Liste mit Produkten erstellt
"Die Pellets schaden der Umwelt und Tierwelt sowie über die Nahrungskette auch der menschlichen Gesundheit", warnt Umweltlandesrat Rudi Anschober. Besonders gefährlich sei, dass Mikroplastik Schadstoffe anziehe und sich auf die menschliche Gesundheit auswirke. Anschober: "Die genaue Art der Beeinträchtigung ist bisher aber noch wenig untersucht." Doch wie können Konsumenten sich über Produkte mit bedenklichen Inhaltsstoffen informieren? "Beispielsweise über die Smartphone-App Codecheck, die App Beat the Microbead‘, oder durch Negativ-Listen mit Namen von Produkten, die Organisationen wie Greenpeace  erstellt haben", sagt Anschober.
Er rät, auf zertifizierte Naturkosmetik-Produkte umzusteigen. Deren Hersteller verwenden statt Plastik pflanzliche oder mineralische Stoffe wie Tonerde, Kreide, Salz, Nussschalen, Oliven- oder Traubenkerne.

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