Fr, 24. November 2017

Spektakulär gecrasht

24.08.2016 17:18

„Fliegender Hintern“ legt Bauchfleck hin

Oje, das ging daneben: Bereits bei seinem zweiten Flug hat das größte Luftfahrzeug der Welt, der "Airlander 10", in England eine spektakuläre Bruchlandung hingelegt (siehe Video). Der "fliegende Hintern", wie ihn die Briten aufgrund seiner üppigen Form nennen, krachte am Mittwoch mit der Schnauze voran auf ein abgelegenes Feld. Großes Glück dabei: Laut dem Hersteller HAV blieb die Crew unverletzt.

Ort des Absturzes war das Cardington Airfield in der Grafschaft Bedfordshire. Britische Medien hatten zunächst vermeldet, dass "Airlander 10" mit einem Telefonmast kollidiert und dabei beschädigt worden sei.

Hybrid Air Vehicles (HAV), Hersteller des Fluggerätes, stellte dies wenig später richtig: Per Twitter gab das Unternehmen bekannt, dass der Schaden erst bei der Landung entstanden sei. In der Luft sei es zu keinem Zusammenstoß mit einem Masten gekommen. "Die gesamte Crew bließ unverletzt und ist in Sicherheit", meldete das Unternehmen.

29,4 Millionen Euro an Herstellungskosten
Laut BBC wurde die Kabine des Fluggerätes erheblich beschädigt, als es ungewollt heftig aufsetzte. Der vordere Teil der Kabine des umgerechnet rund 29 Millionen Euro teuren Luftschiffs soll weitgehend zerstört sein.

Kann zwei Wochen lang in der Luft bleiben
Erst vergangene Woche hatte der Hybrid aus Luftschiff, Flugzeug und Helikopter seinen Jungfernflug absolviert. Der "Airlander 10" ist 92 Meter lang und damit 15 Meter länger als der größte Jumbojet von Boeing. Er kann nach HAV-Angaben bei einer Höchstgeschwindigkeit von 148 km/h bis zu 4880 Meter hoch fliegen. Vier Dieselturbinen halten das ultraleichte Gefährt in der Luft.

Der "Fliegende Hintern" ist mit Helium gefüllt und kann unbemannt mehr als zwei Wochen lang in der Luft bleiben, mit Besatzung etwa fünf Tage. Der "Airlander 10" soll weniger Treibstoff als ein herkömmliches Flugzeug verbrauchen und dazu mehr Gewicht transportieren können.

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