Mo, 20. November 2017

Kritik an Windows 10

19.08.2016 08:00

„Microsoft missachtet User-Wünsche & Privatsphäre“

Windows 10 ist mittlerweile über ein Jahr alt und wurde mit einem Jubliäums-Update mit neuen Features angereichert. Die Kritik an Microsofts Betriebssystem reißt jedoch nicht ab. Jetzt haben sich die US-Bürgerrechtler der Electronic Frontier Foundation (EFF) auf Microsoft eingeschossen. Ihr Vorwurf: Mit Windows 10 missachte man sowohl die Wünsche, als auch die Privatsphäre der Nutzer.

Die Bürgerrechtler gehen in einem aktuellen Artikel über Windows 10 zunächst auf altbekannte Vorwürfe ein. Microsoft habe Windows-Nutzern die neueste Version mit teils zwielichtigen Methoden aufgedrängt, ohne zu hinterfragen, ob die Nutzer die neuen Features von Windows 10 überhaupt wollen. "Was die Nutzer wirklich wollen, schien keine Rolle zu spielen", so das Urteil der Bürgerrechtler.

Ebenfalls für Unmut sorgt der Umstand, dass Windows 10 das bisher wohl neugierigste Microsoft-Betriebssystem ist. Ob der Nutzer will oder nicht: Es sammelt laut EFF "eine noch nie dagewesene Menge an Nutzungsdaten" und schickt diese an Microsoft. Offiziell, um den Sprachassistenten Cortana zu verbessern, den freilich bei weitem nicht jeder Windows-Nutzer auch verwendet.

Datenübermittlung nicht abschaltbar
Viele Nutzer würden es deshalb bevorzugen, wenn man die Übertragung von Daten an Microsoft komplett abschalten könnte. Kann man aber nicht: "Wer kein Business-Kunde ist, muss in jedem Fall Teile seiner Telemetriedaten mit Microsoft teilen. Es gibt keinen Weg, das zu verhindern", heißt es von der EFF. Dass Microsoft angibt, einige Daten zu sammeln, weil man sie für Windows Update brauche, glaubt man nicht. Wenn, dann habe Microsoft dieses Problem selbst erschaffen.

Alles in allem ziehen die Bürgerrechtler ein Jahr nach dem Start von Windows 10 eine aus Nutzer- und Privatsphäre-Sicht vernichtende Bilanz. Microsoft habe bei seinem neuen Betriebssystem sowohl die Wünsche der Nutzer, als auch deren Privatsphäre komplett ignoriert. Die Bürgerrechtler fordern deshalb, Microsoft solle seine Fehler eingestehen und endlich Möglichkeiten schaffen, damit die Windows-Nutzer wieder Herr über ihre Daten werden.

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