Fr, 24. November 2017

Get Back!

17.02.2015 14:41

Hyundai Tucson: ix35 jetzt elegant und hochwertig

Tucson also. Tucson kennt man wohl vor allem aus dem Beatles-Song "Get Back", wo ein Typ namens Jojo sein "home in Tucson, Arizona" verlässt. Hier reden wir aber von Hyundais Kompakt-SUV, das im Herbst komplett neu auf den Markt kommt und dann nicht mehr ix35 heißen wird, sondern zum namens Tucson zurückkehrt. Man sieht ihm an, dass für das Design jetzt Peter Schreyer verantwortlich ist.

"Das Design darf ruhig spektakulär sein, aber früher hat man vielleicht die Proportionen etwas aus den Augen verloren", erklärt der sympathische Bayer beim Preview-Event im Berliner E-Werk. Lounge-Atmosphäre, Industrie-Design, eine Vernissage eines koreanischen Fotografen dazu - es geht cool zu hier an diesem Spot in der deutschen Hauptstadt. Und optisch wie räumlich großzügig.

Quantensprung beim Design
Im Vergleich zu seinem Vorgänger soll der Hyundai Tucson erwachsener wirken, sagt Schreyer. Recht hat er. Der ix35 ist ja kein hässliches Auto, aber eben nicht ganz "rund", irgendwie wie ein Teenager, dessen Gesichtszüge noch reifen müssen. Das ist mit dem Tucson nun gelungen. Nicht, dass der Tucson wirklich aufsehenerregend gezeichnet wäre (schließlich muss er die Massen auf der ganzen Welt überzeugen), aber er ist stimmig und hat eine Menge interessanter Details. Von den langezogenen Scheinwerfern, die in eine dicke Chromspange und damit in den hexagonalen Kühlergrill übergehen, die Z-förmige Charakterlinie oder vor allem die asymmetrischen Radhäuser. Die beschleunigen das Fahrzeug optisch auf die gleiche Art, wie das in Comics dargestellt wird, auch wenn in ihnen die relativ kleinen Räder immer noch etwas verloren wirken. Die flach zusammenlaufende Fensterreihe verleiht dem Tucson Dynamik. Insgesamt wirkt er aber wuchtig, was auch das Ziel war.

Schreyer zeigt mir seinen Mittelfinger, aber nur um darzustellen, wie fragil Autos früher gebaut waren. "Heute ist alles massiver und sicherer." Viel lieber würde er solche zierlichen Autos zeichnen, wie etwa den Jaguar E-Type. "Aber den gibt es ja schon." Er hat auch einen in der Garage stehen. "Da ist links und rechts so viel Platz", deutet er an. Mit dem Tucson wird es enger zugehen, er ist sogar im Vergleich zum ix35 gewachsen. Aufbauend auf einer ganz neuen Plattform ist er mit 4,47 x 1,85 Meter nun 6,5 Zentimeter länger und drei Zentimeter breiter, dabei um einen Zentimeter flacher. Dreieinhalb Zentimeter länger ist der Radstand, was im Innenraum deutlich auffällt: Auf der Rückbank geht es geradezu opulent zu, sogar mit Panoramaglasdach wird die Kopffreiheit nicht eingeengt. Das Kofferraumvolumen wuchs um 50 Liter und fasst jetzt 513 Liter.

Fasst sich angenehm an
Die Materialien im Innenraum sind eine Klasse besser als früher, auch von der Gestaltung her hat das kaum noch etwas mit früher zu tun. "Wir wollen 'Modern Premium' wirklich darstellen und erfühlbar machen", betont Schreyer, und das gelingt den Koreanern von Modell zu Modell immer besser. Wobei man "Koreaner" relativieren muss. Der Hyundai Tucson wurde in Deutschland entwickelt und wird im tschechischen Nosovice, 300 km von Wien entfernt, gebaut, der Designchef ist Deutscher, Verzeihung, Bayer.

Bei den Motoren halten sich die Quantensprünge in Grenzen: Ein 1,6-Liter-Benziner mit 135 PS (ohne Turbolader) oder 176 PS (mit) sowie drei Dieselvarianten mit 115 PS (1,7 Liter), 136 PS oder 184 PS (2,0-Liter).

Bei Infotainment und Assistenzsystemen hat sich mehr getan. Connectivity wird großgeschrieben, allerdings wird es wegen Sicherheitsbedenken kein MirrorLink geben. Das Navi arbeitet mit TomTom live. Assistenzseitig gibt es eine ganze Palette vom Notbremsassistenten über Spurhalteassistent mit aktivem Lenkeingriff, Totwinkelwarner, Querverkehrswarner (hinten), Tempolimitanzeige bis hin zum Einparkassistenten.

Insgesamt hochwertiger und besser ausgestattet kommt der Hyundai Tucson voraussichtlich im September auf den Markt. Die Preise sollen rund zehn Prozent über dem Vorgänger liegen.

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